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Knappes Ja zur neuen Festhalle: 2022 wird auf dem Bernexpo-Areal gebaut

Nach dem Ja der Stadt Bern wird nun auch der Kanton seinen Beitrag an die neue Festhalle bezahlen. Dass die Stadt Bern nur knapp Ja gesagt hat, ist ein Achtungserfolg für das Grüne Bündnis.

Keineswegs unumstritten: Bei der Abstimmung zur neuen Festhalle im Berner Wankdorf kam es zu vielen Gegenstimmen.

Keineswegs unumstritten: Bei der Abstimmung zur neuen Festhalle im Berner Wankdorf kam es zu vielen Gegenstimmen.

Visualisierung: zvg

Obwohl sich die grosse Mehrheit der Berner Politik für die neue Festhalle im Wankdorf ausgesprochen hatte, fiel die Abstimmung knapp aus. 51 Prozent hiessen den 15-Millionen-Beitrag der Stadt gut. Das ist bei einer Stimmbeteiligung von rund 58 Prozent eine Differenz von nicht einmal 1000 Stimmen.

Das knappe Resultat kommt für viele unerwartet: Im Berner Stadtrat hatten sich alle Parteien ausser die Fraktion des Grünen Bündnisses (GB) und der Jungen Alternativen (JA) für die Vorlage ausgesprochen. Auch der Gemeinderat und insbesondere Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) und Finanzdirektor Michael Aebersold (SP) setzten sich stark für den Neubau ein. So hatte auch Stapi Alec von Graffenried mit einer grösseren Zustimmung gerechnet, wie er an einer Medienkonferenz am Sonntag einräumte.

«Viele glauben wohl, dass grosse Konzerte nicht mehr so schnell möglich sind.»

Katharina Altas, Fraktionspräsidentin der SP im Berner Stadtrat

Auch bei der Finanzierung der Kampagne waren die Gegner auf dem Papier unterlegen. Laut der «Berner Zeitung» hatten die Befürworter 105’000 Franken zur Verfügung, die Gegner gerade mal 2500. Allerdings wandten Letztere viel Freiwilligenarbeit auf.

Bereits bei der nationalen Kampfjet-Abstimmung zeigte sich, dass die Stimmbürger seit der Pandemie sensibler auf Finanzvorlagen reagieren als das Parlament. Bei der Abstimmung über die neuen Kampfjets war das Stimmvolk mit gerade mal 50,1 Prozent dafür. Ganz so knapp war es bei der Festhalle jedoch nicht.

Verlierer freuen sich

Trotzdem ist die Abstimmung für das GB/JA ein Achtungserfolg. Fraktionspräsidentin Lea Bill fühlt sich in ihrer Position bestätigt: «Wir haben immer betont, dass die Stimmbevölkerung gegenüber der Vorlage skeptischer ist als die Mehrheit des Stadtrats», sagt sie. Vielen Menschen gehe es wegen der Pandemie schlecht, und die Stadt Bern schnüre Sparpakete. Das knappe Resultat nehme nun umso mehr die Befürworterinnen wie SP und GFL in die Pflicht, auch lokale Kulturschaffende von geplanten Sparmassnahmen zu verschonen.

Insbesondere für die SP als grösste Partei in Bern kommt das knappe Ergebnis überraschend. SP-Fraktionspräsidentin Katharina Altas freut sich dennoch, dass die neue Festhalle nun realisiert werden kann. Das knappe Ergebnis habe neben den Diskussionen zu den Sparmassnahmen auch mit der Pandemie zu tun. «Viele glauben wohl, dass grosse Konzerte nicht mehr so schnell möglich sind», sagt Altas.

Franziska von Weissenfluh, Verwaltungsratspräsidentin der Bernexpo, hat ein knappes Resultat erwartet. Sie verstehe, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in diesen Zeiten skeptisch seien, dennoch sei die Freude jetzt gross.

So geht es weiter

Nach dem Ja der Stadt dürfte auch der Kanton nachziehen: Der Grosse Rat diskutiert bereits am Montag über einen Beitrag von 15 Millionen an die neue Festhalle, doch ist das Geschäft im Kantonsparlament kaum umstritten. Die zuständige Finanzkommission hat sich einstimmig dafür ausgesprochen.

Der Fahrplan sieht laut Bernexpo-Präsidentin von Weissenfluh wie folgt aus: Baustart soll bereits im zweiten Quartal 2022 sein, die Einweihung ist 2024 geplant. Sobald auch der Beitrag des Kantons feststeht, bereitet die Bernexpo die Baueingabe vor. Wann genau das Gesuch eingereicht wird, kann von Weissenfluh nicht sagen. Das Baugesuch wird eine weitere Hürde darstellen, denn gegen das Vorhaben sind Einsprachen möglich.

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