Switzerland

Klimajugend sagt «Arena»-Auftritt wegen Roger Köppel ab

Die «Arena» vom Freitag findet ohne die Vertreterin der Klimajugend statt. Mit «Klimaleugnern», wie Roger Köppel von der Streikbewegung bezeichnet wird, will die Bewegung nicht reden. Dafür springt die Juso-Präsidentin Ronja Jansen ein.

Für Klima-Aktivisten als Gesprächspartner unerwünscht: SVP-Nationalrat Roger Köppel.

Für Klima-Aktivisten als Gesprächspartner unerwünscht: SVP-Nationalrat Roger Köppel.

Anthony Anex / Keystone

Am Freitag wird in der SRF-«Arena» über die Besetzung des Bundeshausplatzes durch die Aktivistinnen und Aktivisten diskutiert – allerdings ohne die vorgesehene Vertretung der Schweizer Klimabewegung, die Medizinstudentin Hanna Fischer. Dies gab die Klimajugend heute auf Twitter bekannt. Grund sei ein anderer geladener «Arena»-Gast: Roger Köppel. Der «Weltwoche»-Chefredaktor hetze seit Beginn der Klimastreiks gegen die Streikenden, insbesondere Greta Thunberg. So habe er sie als Kindersoldaten bezeichnet und ihre Bewegung mit den Kreuzzügen verglichen.

Man rede zwar gerne mit Menschen unterschiedlicher Meinung, betonen die Klimastreikenden in ihrer Mitteilung. Jedoch müsse die Diskussion auf «wissenschaftlicher Basis» stattfinden – etwas, das mit Köppel nicht möglich gewesen wäre. In einem solchen Rahmen sei die Diskussion nicht förderlich für die Bewältigung der Klimakrise und für den öffentlichen Diskurs. Die Absage erfolge nach mehreren Gesprächen mit den Verantwortlichen der «Arena». Aus Sicht der Klimastreikenden hat SRF die Verantwortung, «wissenschaftsfeindlichen Positionen» keine Plattform mehr zu bieten. So wie das etwa die BBC seit einigen Jahren handhabe.

Als weitere Gäste sollen der Grünen-Präsident Balthasar Glättli und der Zürcher FDP-Nationalrat und Fraktionschef Beat Walti auftreten. Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried wird per Video zugeschaltet. Roger Köppel äusserte sich inzwischen auf Twitter über die Gesprächsverweigerung. Die «Klima-Rechtsbrecher» wollten sich keiner ernsthaften Diskussion stellen und duldeten keinen Widerspruch.

Der «Arena»-Moderator Sandro Brotz bedauert die Entscheidung der Klimajugend und betont, dass die Sendung am Freitag dennoch stattfinden werde. Ersatz für die Klimaaktivistin Fischer ist bereits gefunden: Die Jungsozialisten-Chefin Ronja Jansen hat sich zur Teilnahme bereit erklärt, da «gefährlichen Menschen wie Köppel Paroli» geboten werden müsse.

Football news:

Barça-Fans glaubten an einen frühen Abgang von Bartomeu (wegen der Kontroverse um den referendumstermin). Vergebens: es gab keine rücktrittsgedanken, die Trophäen sind irgendwo in der Nähe. Oktober war ein historisches Ereignis für die Fans des FC Barcelona geplant: am morgen berichtete Diario Sport, dass Josep Bartomeu nach der Sitzung des Board of Directors zurücktreten könnte, wenn die katalanische Regierung die Abstimmung über das Misstrauensvotum der Führung des Klubs (es ist für 1-2 November geplant) nicht verschieben würde. Die Abstimmung wurde nicht verschoben-aber auch Bartomeu blieb vor Ort. Die Fans müssen also noch ein wenig warten (zur Erinnerung: wenn das Votum genehmigt wird, geht die gesamte Führung in den vorzeitigen Rücktritt). Im Anschluss an den Vorstand Sprach Bartomeu auf einer Pressekonferenz alle wichtigen Fragen an
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