Switzerland

Klima: Tausende Klimaaktivisten protestieren mit Thunberg in Lausanne

Das Schweizer Klimastreikkollektiv hat alle Aktivisten des Landes eingeladen, an der nationalen Demonstration in Lausanne anlässlich des ersten Jahrestages der Bewegung teilzunehmen. Auch ein Jahr später kritisieren die Klimastreikenden noch immer «die Untätigkeit der Regierungen und Wirtschaftsführer".

Kurz vor dem Beginn des Marsches sangen die Aktivisten «Happy Birthday". Sie gedachten damit des ersten Jahres des Kampfes gegen die globale Erwärmung. In der Menschenmenge waren alle Generationen vertreten. Die Jugendlichen stellten aber die überwiegende Mehrheit.

Auf Schildern und Bannern waren Slogans zu lesen wie zum Beispiel «Keine zwei Planeten wie diesen», «Stoppt den Kapitalismus» oder «Ich habe einen grünen Traum".

Die Parade verliess gegen 11.00 Uhr den Bahnhofsplatz. Geplant war eine 2,6 Kilometer lange Strecke durch die Strassen der Stadt bis zur Place de la Riponne. Greta Thunberg sollte dort laut den Organisatoren eine Rede halten, ebenso die kenianische Aktivistin Njoki Njoroge Njehû. Im Zusammenhang mit den Bränden in Australien war zudem eine Schweigeminute geplant.

Thunberg kam bereits im vergangenen August nach Lausanne. Die junge Frau, die gerade 17 Jahre alt geworden ist, nahm damals am einwöchigen «Smile For Future"-Gipfel an der Universität Lausanne teil. Auch der Gipfel endete mit einer Kundgebung durch die Strassen der Waadtländer Hauptstadt.

Auf Schweizer Ebene ist dies die zehnte Mobilisierung für eine Klimademo seit einem Jahr und die siebte, die seit dem 18. Januar 2019 an einem Freitag in Form eines «Klimastreiks» stattfindet.

Auf dem Höhepunkt der Mobilisierung, am 2. Februar und 15. März, marschierten rund 10'000 Personen durch Lausanne. Die Klimademonstrationen brachten landesweit bis zu 50'000 Menschen (nach Angaben der Polizei) und 66'000 (nach Angaben der Organisatoren) zusammen.

Thunberg will nach ihrem Auftritt in Lausanne nach Davos weiter reisen. Wie schon 2019 wird die junge Schwedin am Weltwirtschaftsforum (WEF) erwartet.