Switzerland

Killerin von Ilias (†7) steht ab Montag vor Gericht: Die kranke Welt der Alice F.

Es war ein Mord mit Ankündigung. Alice F.* (76) tötete am 21. März 2019 den siebenjährigen Ilias, nur um auf sich selber aufmerksam zu machen (BLICK berichtete). Konkret: Auf ihren jahrzehntealten Streit mit den Behörden. Ab Montag steht sie vor dem Basler Strafgericht.

F. kam im Kanton Luzern zur Welt. 1969 lernte sie ihren Partner kennen, fand 1971 einen Job in Basel. Zu dieser Zeit begann das Paar einen Behördenstreit, der sich bis zum Mord fast fünf Jahrzehnte später hochschaukeln sollte.

Zehn Bananenkisten voller Querulanten-Briefe

Die Gründe sind absurd. Es ging unter anderem um ein nicht eingehaltenes Zivilschutz-Aufgebot. Das Paar deckte Gerichte und Behörden mit Beschwerden ein. Zehn Bananenkisten voll mit Briefen wurden sichergestellt, heisst es in der Anklageschrift.

1992 verloren die beiden die Wohnung, waren zwischenzeitlich obdachlos. Die Zwangsräumung wurde die neue Hauptfront im Krieg gegen die Behörden.

Seit 2002, ihr Partner ist mittlerweile verstorben, schrieb sie in ihren Briefen von Mord als «Rechtsmittel». Sie argumentierte, dass die Behörden mit ihrem Verhalten Mord billigend in Kauf nehmen würden. Eine «Gewalttat» sei jederzeit zu erwarten, schrieb sie. Drei psychiatrische Gutachten wurden angefertigt. Es gab fürsorgerische Freiheitsentzüge und Anzeigen wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte.

Die Angeklagte leide an einer «chronifizierten, schwerwiegend wahnhaften Störung», heisst es in der Anklageschrift. Kurz: einem «Querulantenwahn». Schuldfähig ist sie nicht.

Konkrete Ankündigung eine Woche vor der Bluttat

Am 14. August 2018 schrieb sie dem Bundesgericht. Eine «Gewalttat» sei nun «unumgänglich». Ihr würde «eine gewaltfreie Lösung verweigert». Am 28. Februar 2019 setzte sie dem Bundesgericht eine Frist. Ab 1. März 2019 werde die «Notwehrhandlung» jederzeit eingeleitet. Am 15. März schrieb sie, dass man offensichtlich wolle, dass die «abverlangte Gewalttat bewiesen werde». Ob und wie darauf reagiert wurde, ist in der Anklageschrift nicht benannt.

Eine Woche später, am 21. März, trifft sie auf Ilias. Als der Junge an diesem Mittag das Gotthelf-Schulhaus als Letzter verlässt, ist seine spätere Killerin schon auf der Suche nach einem Zufallsopfer. Sie «tigert» um das Schulhaus herum, dokumentiert die Anklageschrift ihre eigenen Aussagen.

Um 12.37 Uhr sieht F. den Buben mit kosovarischen Wurzeln. Nur 350 Meter von seinem Elternhaus entfernt. Sie nähert sich von hinten, sticht ihm zwei Mal ein Küchenmesser in den Hals. Der Bub ist tödlich verletzt. Alice F. beugt sich über ihr Opfer, geht um Ilias herum. Als würde sie kontrollieren, ob er wirklich tot ist. Dann macht sie sich gemächlich davon.

«Hoi ihr lieben, Habe eine kind getötet»

Sie kontaktiert, wie sie es schon vorher geplant hat, Privatpersonen und Medien. Der Text eines vorbereiteten SMS: «Hoi ihr lieben, Habe eine kind getötet, damit ich mein eigentum zurückbekomme stelle mich der polizei und übernehme die verantwortung sofern ich nicht als staatsfeind umgebracht werde.»

Dann stellt sie sich selber beim Empfang der Staatsanwaltschaft, erklärt, sie habe gerade ein ihr unbekanntes Kind getötet und gibt die Tatwaffe ab. Warum sie Ilias tötete, versteht sie wohl nur selbst. Das dürfte auch die Gerichtsverhandlung nicht ändern.

Die absolute Sinnlosigkeit der Bluttat ist etwas, was den Eltern des Buben besonders zu schaffen macht, sagten sie im Interview mit BLICK: «Wir fragen uns, was die Täterin damit erreichen wollte. Es ist ein Mord an einem Kind mit einer unschuldigen Seele. Es gibt keine Worte, um dieses Gefühl zu beschreiben.» Die Rolle der Behörden sei etwas, das nach der Gerichtsverhandlung aufgearbeitet werden müsse, ergänzt ihr Anwalt.

Die Staatsanwaltschaft fordert die Verwahrung von Alice F.

So brutal und sinnlos musste Ilias (†7) sterben

Am Tag seiner Ermordung verlässt der kleine Ilias (†7) aus Basel das Schulhaus um etwa halb eins am Mittag als Letzter. Er macht sich an diesem 21. März 2019 zu Fuss auf den nur etwa 500 Meter langen Heimweg.

Als der Junge das Gotthelf-Schulhaus verlässt, ist seine spätere Killerin Alice F.* (76) schon auf der Suche nach einem Opfer. Sie «tigert» um das Schulhaus herum, dokumentiert die Anklageschrift ihre eigenen Aussagen.

Ein Bekennerschreiben, das sie nach der Tat per Textnachricht an verschiedene Medien schickt, hat die Querulantin schon lange vorbereitet. Ihr fehlte nur noch das passende Opfer.

Etwa um 12.37 Uhr sieht F. den Buben mit kosovarischen Wurzeln, beschreibt die Anklageschrift den Ablauf der Tat. Nur 350 Meter von seinem Elternhaus entfernt. Sie nähert sich von hinten, sticht ihm ein Küchenmesser in den Hals. Ilias dreht sich um. Die Täterin sticht wieder zu, wieder in den Hals. Der Bub geht zu Boden, ist tödlich verletzt. Alice F. beugt sich über ihr Opfer, geht um Ilias herum. Als würde sie kontrollieren, ob er wirklich tot ist. Dann macht sie sich gemächlich davon.

Sie führt ihren Tatplan weiter eiskalt aus, kontaktierte Privatpersonen und Medien. Der Text ihres vorbereiteten SMS: «Hoi ihr lieben, Habe eine kind getötet, damit ich mein eigentum zurückbekomme stelle mich der polizei und übernehme die verantwortung sofern ich nicht als staatsfeind umgebracht werde.»

Dann stellt sie sich selber beim Empfang der Staatsanwaltschaft, erklärt, sie habe gerade ein ihr unbekanntes Kind getötet und gibt die Tatwaffe ab.

* Name bekannt

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