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Switzerland

Käufer für Ferienflieger Condor gefunden, US-Behörden genehmigen milliardenschwere Wabco-Übernahme von Autozulieferer ZF – und weitere Wirtschaftsmeldungen

(dpa) Der angeschlagene Ferienflieger Condor hat einen Käufer gefunden. Die Airline, die in den Sog der Thomas-Cook-Insolvenz geraten war, lud am Freitag in Frankfurt zu einer Pressekonferenz ein. Es gehe darum, gemeinsam «mit dem neuen Eigentümer» über die Zukunft von Condor zu informieren, so die Airline. Der Name des Käufers wurde in der Mitteilung nicht genannt. Weitere Details will Condor am Freitagvormittag um 11 Uhr bekannt geben.

Ein Airbus A320 der Condor beim Landeanflug in Hamburg.

Ein Airbus A320 der Condor beim Landeanflug in Hamburg.

Fabian Bimmer / Reuters

Zuletzt waren im Bieterverfahren um Condor drei ernsthafte Interessenten in Medienberichten genannt worden: Die polnische Fluggesellschaft LOT, der amerikanische Finanzinvestor Apollo gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern und einem Co-Investor sowie als dritter Bieter die britische Investmentgesellschaft Greybull.

Die einst zum insolventen Reiseveranstalter Thomas Cook gehörende Fluggesellschaft hielt sich zuletzt nur mit einem staatlichen Überbrückungskredit über 380 Millionen Euro in der Luft.

(dpa) Die amerikanischen Wettbewerbsprüfer haben die milliardenschwere Übernahme des Bremsenherstellers Wabco durch den deutschen Autozulieferer ZF Friedrichshafen genehmigt. Allerdings erfolgt die Zustimmung nur unter der Bedingung, dass Wabco vorher einen wesentlichen Konzernteil veräussert. Das teilte das amerikanische Justizministerium am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit.

Um grünes Licht von der Kartellaufsicht zu erhalten, müsse Wabco sich von der 2017 erst übernommenen Tochter R. H. Sheppard trennen. Bei dem Unternehmen handele es sich neben ZF um den einzigen Hersteller von Lenkungskomponenten für grosse Nutzfahrzeuge in Nordamerika, so dass ein Zusammenschluss den Wettbewerb hier ausschalten würde.

ZF mit Sitz in Friedrichshafen am Bodensee hatte im vergangenen Jahr bekannt gegeben, Wabco für gut 6,2 Mrd. € übernehmen zu wollen. Der Zulieferer vom Bodensee würde sich damit Kompetenzen für Nutzfahrzeug-Bremssysteme sichern, die er für das automatisierte Fahren dringend braucht und bisher selbst nicht hat.

Vor den amerikanischen Behörden hatte am Donnerstag bereits die EU-Kommission ihre Erlaubnis für die Übernahme gegeben. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Wabco-Aktionäre hatten bereits im Sommer zugestimmt. Man erwarte den Vollzug der Transaktion Anfang dieses Jahres, hiess es damals.

(dpa) Der Medienkonzern Axel Springer will sich von der Börse zurückziehen. Für dieses sogenannte Delisting werde ein Antrag bei der Frankfurter Wertpapierbörse gestellt, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Der amerikanische Investor KKR werde den Aktionären gemäss einer mit Axel Springer abgeschlossenen Vereinbarung 63 € je Aktie anbieten. Der Rückzug von der Börse setze ein vorheriges öffentliches Delisting-Erwerbsangebot voraus, so dass die Aktionäre ihre Aktien vor der Einstellung der Börsennotierung noch veräussern können, hiess es dazu in der Mitteilung.

Mathias Döpfner, Vorstandschef von Axel Springer, bei einer Rede in Berlin am 8. März 2018.

Mathias Döpfner, Vorstandschef von Axel Springer, bei einer Rede in Berlin am 8. März 2018. 

Hannibal Hanschke / Reuters

Der Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) hatte im vergangenen Jahr eine strategische Partnerschaft mit Axel Springer vereinbart und 44,9% der Anteile an dem Konzern erworben. Die Kartellbehörden hatten Ende vergangenen Jahres grünes Licht für die Übernahme gegeben. Die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, und Vorstandschef Mathias Döpfner halten zusammengerechnet weitere 45,4% des Grundkapitals von Axel Springer. Laut der Mitteilung wollen sie im Rahmen des Delisting-Angebots keine von ihnen direkt oder indirekt gehaltenen Aktien verkaufen.

Springer will durch die strategische Kooperation mit KKR noch stärker im Digitalen wachsen. Neben den journalistischen Inhalten verfolgt der Konzern schon länger verstärkt digitale Rubrikengeschäfte. Zum Springer-Konzern gehören unter anderem die Zeitungen «Bild» und «Welt».

Boeing-Chef Dave Calhoun will die Produktion des derzeit aus dem Verkehr gezogenen Modells 737 Max vor der Jahresmitte wieder aufnehmen.

Boeing-Chef Dave Calhoun will die Produktion des derzeit aus dem Verkehr gezogenen Modells 737 Max vor der Jahresmitte wieder aufnehmen. 

Erik S. Lesser / EPA

(awp/sda/Reuters)

Angesichts der Probleme mit den Maschinen des Typs 737 Max hat der neue Boeing-Chef Dave Calhoun die milliardenschweren Pläne für ein neues mittelgrosses Flugzeug zunächst auf Eis gelegt. Er beorderte die Entwickler zurück ans Reissbrett, da sich die Wettbewerbsbedingungen verändert hätten.

Es müsse neu gedacht werden. Ein Konzernsprecher erklärte, Calhoun wolle eine neue Einschätzung darüber, welche Art von Flugzeug in Zukunft nachgefragt werde. Nach den beiden Abstürzen von zwei Maschinen des Modells 737 Max mit Hunderten von Toten war die Entscheidung über die Entwicklung eines neuen mittelgrossen Flugzeugs («NMA»») mit 220 bis 270 Sitzen verschoben worden.

Calhoun kündigte zudem an, dass die Produktion des derzeit aus dem Verkehr gezogenen Modells 737 Max vor der Jahresmitte wieder aufgenommen werde. Die Herstellung solle langsam und kontinuierlich bereits Monate vor der Freigabe hochgefahren werden. Es gebe keine Überlegungen, die 737 Max aufzugeben. «Ich stehe voll und ganz dazu und das Unternehmen auch.» Am Dienstag hatte der Konzern mitgeteilt, Mitte des Jahres mit einer Wiederzulassung des Flugzeugs durch die Behörden zu rechnen.

Der Bau der Maschinen dieses Typs steht seit Dezember still, da die Flugzeuge weltweit am Boden bleiben müssen, nachdem bei zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien innerhalb von fünf Monaten 346 Menschen gestorben waren. Nach Einschätzung von Analytikern schreibt der Konzern wegen des Flugverbots pro Monat rund eine Milliarde Dollar Verlust.

(awp/sda) Sunrise und Vodafone spannen bei den Geschäftskunden zusammen. Man habe eine Partnerschaft vereinbart, die am 1. Januar 2020 in Kraft getreten sei, teilte der zweitgrösste Schweizer Telekomkonzern am Donnerstag in einem Communiqué mit. Finanzielle Details gab Sunrise keine bekannt.

Damit könnten Firmenkunden von Sunrise eine Reihe von Vodafone-Geschäftskundendienstleistungen in Anspruch nehmen. Darunter seien Mobilfunkdienste, Roaming und der zentrale Einkauf.

Im Laufe der Zeit wollen Sunrise und Vodafone ihre Geschäftsbeziehung ausbauen, um Unternehmen in ganz Europa und darüber hinaus Festnetz- und Mobilfunk-Bündelangebote machen zu können. Dies gilt auch für die neue ultraschnelle Mobilfunktechnik 5G.

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat laut den Angaben Handynetze in 24 Ländern und Partnerschaften mit Mobilfunkanbietern in weiteren 41 Ländern. Im Festnetz ist Vodafone in 19 Ländern aktiv.

(awp/sda) Wohnimmobilien werden in der Schweiz immer teurer. 2019 sind die Preise für Wohneigentum so stark gestiegen wie seit 2014 nicht mehr. Wohnungen und Einfamilienhäuser verteuerten sich um jeweils rund zwei Prozent. Und auch im laufenden Jahr dürften die Preise für Eigenheime leicht steigen, dies geht aus der jüngsten Studie der UBS «Real Estate Focus 2020» hervor.

Nach wie vor sind demnach die rekordtiefen Zinsen und die damit verbundene Jagd der Investoren nach Rendite die Haupttreiber für die steigenden Preise von Wohnimmobilien. Dabei sind die Zentrumslagen mehr betroffen als die Peripherie.

Dass die Preise weiter steigen, liegt auch daran, dass das Angebot an Eigenheimen tief ist im Vergleich zu Mietwohnungen. Aktuell betreffen nur 40 Prozent der Baugesuche Eigenheime.

Die Preise für Mehrfamilienhäuser treten dagegen seit 2016 auf der Stelle. Einzig an Spitzenlagen steigen die Preise. Andernorts dämpften Leerstände die Zahlungsbereitschaft der Investoren. Daher dürften die Angebotsmieten auch 2020 insgesamt um rund 1 Prozent sinken, heisst es in der Studie.

Bei den Geschäftsimmobilien geraten Büroflächen an Zentrumslagen unter Druck. Vor allem in Zentrumslagen seien Konjunkturrisiken zu wenig eingepreist, heisst es. Das Beschäftigungswachstum gehe zurück und die schwächeren Wirtschaftsaussichten drückten auf die Nachfrage. Damit dürften höhere Mieten nur in Ausnahmefällen durchsetzbar sein und gesamtschweizerisch könnten die Mieten sogar leicht nachgeben.

Belastet wird der Markt für Geschäftsflächen auch vom Onlinehandel, der auch dieses Jahr um 10 Prozent wachsen dürfte. Dem stationären Handel stehe im besten Fall wachstumsmässig eine Nullrunde bevor, schreibt die UBS. Trotz eines steigenden Überangebots seien die Mieten in Innenstädten im Durchschnitt weiterhin zu hoch. «Ein Rückgang ist unumgänglich», sagt Claudio Saputelli, CIO von UBS Real Estate.

(awp/sda) Trotz weniger Verkaufsstellen hat die Volg-Gruppe im letzten Jahr ihren Umsatz im Detailhandel um 1,1 Prozent gesteigert. Mit 7 Prozent mehr Umsatz wuchsen die Tankstellenshops des Unternehmens am stärksten.

Der Gesamt-Umsatz belief sich 2019 auf 1,52 Milliarden Franken (VJ 1,51 Mrd). Dieses Umsatzwachstum sei trotz einer Reduktion der Verkaufsstellen von 924 im Jahr 2018 auf 913 im vergangenen Geschäftsjahr erzielt worden, teilte der Ostschweizer Detailhändler am Donnerstag mit.

Mit 1,17 Milliarden Franken (+1,3%) resultierte der grösste Anteil aus den 587 Volg-Dorfläden. Am stärksten gewachsen sind gemäss den Angaben dagegen die von Volg belieferten Shops an Agrola-Tankstellen. Sie verzeichneten mit 6 zusätzlichen Verkaufsstellen (neu 100) ein Wachstum um 7 Prozent auf 289 Millionen Franken.

Weitere 68 Millionen Einnahmen erzielte Volg durch das Beliefern von total 226 freien Detailhandelsgeschäften, die mehrheitlich unter dem Namen «Prima» operieren.

Volg-Chef Philipp Zgraggen gibt sich in der Mitteilung «vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktes» mit dem Geschäftsergebnis zufrieden. Und meint: «Wir werden an unserer Strategie festhalten und unseren Erfolgsweg Schritt für Schritt weitergehen.»

(sda) Mit 85 von 100 Punkten steht die Schweiz im internationalen Korruptions-Ranking von Transparency International gut da. Trotz gleichbleibender Punktzahl rutschte sie aber vom Podest und belegt jetzt zusammen mit Schweden und Singapur Rang vier.

An der Spitze liegen Dänemark und Neuseeland mit je 87 Punkten, gefolgt von Finnland mit einem Punkt weniger. Aber selbst diese Länder sind noch weit entfernt von der 100-prozentigen Integrität.

22 Länder haben sich seit 2012 verbessert, 21 haben sich verschlechtert. Gleich vier der G7-Nationen haben seit letztem Jahr Punkte verloren: Frankreich und die USA, die gemeinsam auf Platz 24 liegen, sowie Kanada und Grossbritannien.

Die Schweiz tritt trotz gutem Resultat auf der Stelle, bedauert Transparency International in einer Aussendung vom Donnerstag. Es gebe noch erhebliche Defizite bei der Transparenz in der Politikfinanzierung, beim Schutz von Whistleblowern, bei der Geldwäschereibekämpfung und der Bestechung in Privatwirtschaft und Sport - Bereiche, welche vom Corruption Perceptions Index (CPI) gar nicht erfasst werden.

Doch Abhilfe ist möglich. «Die Politik hat 2020 die Chance, mit der Whistleblowing-Vorlage, der Revision des Geldwäschereigesetzes und der eidgenössischen Transparenzinitiative einige dieser gewichtigen Mängel anzugehen und konkrete Verbesserungen zu erzielen», sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz.

Der CPI 2019 der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International erfasst die Korruptionswahrnehmung für den öffentlichen Sektor von 180 Ländern. Er offenbart gemäss Mitteilung ein düsteres Bild: «2019 hat die Korruptionsbekämpfung weltweit keine Fortschritte gemacht; nach wie vor erreichen zwei Drittel aller Länder im CPI nicht einmal 50 von maximal 100 Punkten». Der Durchschnitt aller Länder liegt bei 43.

Als Region schneidet Westeuropa am besten ab, am schlechtesten platziert sind die Regionen Subsahara-Afrika sowie Osteuropa und Zentralasien. Die beiden Amerikas sowie Asien bilden das Mittelfeld. Schlusslichter sind Somalia mit 9, Südsudan mit 12 und Syrien mit 13 Punkten.

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