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Kamprichter-Einteilung sorgt für rote Köpfe: Historisches Stoos-Debakel für die Innerschweizer

Kamprichter-Einteilung sorgt für rote Köpfe

Historisches Stoos-Debakel für die Innerschweizer

Ein Aussenseiter «stoost» alle vor den Kopf. Nobody Josias Wittwer gewinnt den Bergklassiker. Nicht nur die Sonne, auch das Kampfgericht sorgt für rote Köpfe.

Publiziert: vor 5 Minuten

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Aktualisiert: vor 4 Minuten

Dass ein Berner den Stoos-Schwinget gewinnt, zeichnet sich im Laufe des Tages deutlich ab. Aber es ist keiner der grossen Namen und keiner der jungen Aufsteiger, die mit ihrer spektakulären Schwingweise dem Fest lange Zeit den Stempel aufdrücken.

Es ist der 28-jährige Berner Oberländer Josias Wittwer, der für die erste grosse Sensation in dieser Saison sorgt. Teilverbandskranzer Wittwer bezwingt im Schlussgang den Einheimischen Christian Schuler, der dank gütiger Einteilung noch in die Endausmarchung gerutscht ist. Aber dort dann in einen Konter des Bern Nobodys läuft.

Es ist dies der absolute Höhepunkt in der Karriere Wittwers und sein erster Kranzfestsieg. Hinter Wittwer klassieren sich mit Adrian Walther und Fabian Staudenmann zwei weitere Berner in den Spitzenrängen.

Ohne Leader Wicki geht bei den Innerschweizern nichts

Trotz der Schlussgangteilnahme von Routinier Christian Schuler sind die Innerschweizer ohne den verletzten Teamleader Joel Wicki vieles, nein alles schuldig geblieben. Ein derart schwaches Abschneiden der Gastgeber hat es auf dem Stoos noch gar nie gegeben. Zwei Kränze gehen auf das Konto des veranstaltenden Verbandes. Ein Fiasko. Die Berner gewinnen sechs Kränze, die Nordwestschweizer deren fünf.

Im Hinblick auf das Eidgenössische in Pratteln wird immer offensichtlicher, wie sehr die Innerschweiz hoffen muss, dass Joel Wicki und Pirmin Reichmuth topfit antreten können. Ansonsten sind die Perspektiven doch eher düster. Wicki hat auf dem Stoos gefehlt, weil er sich auf der Jagd eine Schnittwunde zugezogen hat.

Der stärkste Nordwestschweizer ist Joel Strebel, der Fabian Staudenmann und Adrian Walther bezwingen kann. Im sechsten Gang stellt er mit Michael Ledermann und belegt am Ende den vierten Rang. Strebel zeigt sein Potenzial. «Es sind zwei Siege, die schon viel Selbstvertrauen geben», sagt der Mann aus dem Freiamt.

Polemik um Einteilung

Nach der verregneten Austragung 2019, nach dem Corona-bedingten Ausfall 2020 und dem Auswärtsspiel in Ibach im vergangenen Jahr erstrahlt der Stoos-Schwinget bei prächtigem Wetter und herrlicher Kulisse wieder in gewohnten Glanz. Und lanciert die Saison so richtig.

Dies ist das positivste Fazit eines Tages, an dem die streitbare Einteilung des Kampfgerichts doch für viele Diskussionen gesorgt hat. So hat beispielsweise Michael Ledermann fünf Eidgenossen auf dem Notenblatt. Schlussgangteilnehmer Schuler einen...