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Kalte Füsse wegen Super League: Chelsea und ManCity wollen sich bereits zurückziehen!

Das ging aber nicht lange! Nicht einmal 48 Stunden nach der gemeinsamen Mitteilung, dass 12 europäische Spitzenklubs sich in einer neu geschaffenen Super League messen und sich damit von der Uefa loseisen wollen, macht der erste Klub offenbar einen Rückzieher.

Wie die BBC und «The Athletic» übereinstimmend berichten, will der FC Chelsea den Plänen wieder den Rücken kehren. Problematisch: Der Vertrag ist offenbar bereits unterzeichnet. Rädelsführer Florentino Pérez in einem TV-Interview am Dienstag: «Der Vertrag der Super League ist bindend. Niemand kann aussteigen. Wir werden alle zusammen arbeiten. Alle Vereine haben die Verträge letzten Samstag unterschrieben. Es gibt kein Problem.»

Tausende protestieren in London

Offenbar doch. Denn neben Chelsea überdenken gemäss eines Bild-Berichts vom Dienstagnachmittag auch andere englische Klubs die Entscheidung, sich einer europäischen Super League anschliessen zu wollen.

Nicht nur in London sind die Verantwortlichen viel Gegenwind ausgesetzt. Vor der Stamford Bridge haben sich im Verlaufe des Tages Tausende Chelsea-Fans versammelt und haben gegen das Vorhaben ihres Lieblingsvereins protestiert.

Auch ManCity offenbar mit Rückzieher

Dabei kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, weil diverse Zufahrtsstrassen blockiert werden. Mittendrin auch Blues-Legende Petr Cech. Der ehemalige Goalie stellt sich mitten im Getümmel der Diskussion mit den Fans und wird dabei als «Verräter» beschimpft.

Ziehen nach Chelsea nun bald andere Klubs nach? Vor allem in England ist der Widerstand besonders heftig. So schreibt die «Sun», dass auch ManCity kalte Füsse gekriegt haben soll und einen Rückzug plant.

Klubs wollen Auflösung diskutieren

Zuerst scheinen sich die Auflösungserscheinungen der europäischen Super League nur auf England zu konzentrieren. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Zuerst wird Barcelona-Präsident Joan Laporta zitiert: «Barça wird der Super League nicht beitreten, solange nicht die Fans dafür gestimmt haben. Es ist deren Klub, also ist es auch deren Entscheidung.»

Und das Portal «TalkSPORT» berichtet kurz danach, dass die 12 abtrünnigen Klubs noch am Dienstagabend ein Meeting einberufen haben, um die Auflösung der Super League zu diskutieren.

Der ganze Kosmos «European Super League» steht nur wenige Stunden nach seiner offiziellen Verkündung vor dem ganz grossen Zerfall … (leo)

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