Switzerland

K.o. in der ersten Runde: Hiller hat Vaucher auf die Bretter geschickt

Die Schweizer Eishockey-Profis feiern mal abseits der Eisfelder einen Sieg. Sie haben mit Jonas Hiller (39) einen Interessenvertreter, der an allen Fronten punktet. Sein Antipode Denis Vaucher (55) muss als Boss der National League nach diversen Pannen Prügel einstecken. Die Liga wird zum Handeln gezwungen, nachdem der Ton in der Öffentlichkeit immer schärfer wird.

Am Donnerstag tritt die National League dann hart aufs Bremspedal: keine weiteren Beschlüsse bis Saisonende. Die Ausländerdebatte kommt mindestens in Details wieder auf den Tisch. Ein Bekenntnis zum Nachwuchs. Die Erkenntnis, dass ein Ligawechsel in unserer Kultur nicht einzig und allein eine Frage der Finanzen sein darf. Man reicht sogar dem Verband die Hand.

Und die Spielervereinigung Sihpu wird in Zukunft als Verhandlungspartner ernst genommen und in die Debatte um die Reformpläne mit eingebunden.

Eine organisatorische Meisterleistung

Ein durchschlagender Erfolg für Jonas Hiller (39). Der Präsident der Spielervereinigung Sihpu hat den Protest vom 20. Februar in fünf Stadien im Verbund mit den Fans orchestriert und die National League damit auf dem falschen Fuss erwischt. Am Tag nach dem Protest sagt Hiller im BLICK-Interview auf die Frage, ob sich die Aktion gelohnt habe: «Ich weiss es nicht.» Nun weiss er es.

Es war eine organisatorische Meisterleistung und ein Public-Relations-Coup. Die Spielervereinigung erzielt mit der Aktion nationale Wirkung und zwingt die Bosse in die Defensive. Und damit auch zum Handeln. SCB-CEO Marc Lüthi wählt bezüglich der Kommunikation über die Fortschritte und Diskussionen hinter den Reformplänen klare Worte: «Da sind wir Riesenflaschen.»

Selbstkritik. Aber auch ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Adresse von Liga-Boss Denis Vaucher (55). Nach der Protestaktion in den Stadien reagiert Vaucher kleingeistig und übersieht dabei das Gesamtbild: Man müsse sich innerhalb der Liga über den verspäteten Spielbeginn unterhalten. Eine sinnlose Drohgebärde, die im Ungefähren verpufft.

Vaucher auf die Bretter geschickt

Als die Klubs Ende Januar voreilig und für alle Beteiligten überraschend den Beschluss veröffentlichen, ab der Saison 22/23 mit sieben Ausländern spielen zu wollen, verpasst es Vaucher, den aktuellen TV-Vertragspartner MySports im Vorlauf zu informieren. Dazu gesellt sich die zunehmend feindselige Haltung gegenüber dem Verband SIHF und damit auch der Nationalmannschaft, die sich flächendeckend über grosse Popularitätswerte freuen darf. Ein PR-Fiasko für die National League.

Auf der anderen Seite hat sich Jonas Hiller als Präsident der Sihpu stilsicher positioniert die Interessen der Spieler geschützt. Im Kampf gegen das Establishment hat er seinen Antipoden Denis Vaucher quasi mit einer satten Geraden auf die Bretter geschickt.

Die National League und Denis Vaucher sollten jetzt Imagepflege betreiben. Dafür muss aber erstmal der meisterliche Scherbenhaufen zusammengekehrt werden, den Vaucher der Liga eingebrockt hat.

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