Switzerland

Jowa nutzt recycelte E-Bike-Batterien für Solarladestation

Elektrovelos sind zunehmend beliebt, fast jedes dritte verkaufte Velo in der Schweiz ist heute ein E-Bike. Mit der steigenden Anzahl häuft sich aber auch die Menge alter oder defekter Batterien. Was macht man damit?

«Wir haben inzwischen Berge von gebrauchten Batterien», sagt Stefan Bahamonde, Gründer und Geschäftsführer der Firma Libattion. Zwei Drittel davon seien gut wiederverwertbar. Bei vermeintlich kaputten E-Bike-Akkus seien oft nur einzelne Zellen oder die Elektronik defekt, der Grossteil der Batteriezellen aber nach wie vor in Ordnung. Manchmal würden praktisch neue Akkus innerhalb der Garantiezeit nur wegen eines kleinen Fehlers ausgetauscht. Bei Libattion werden die intakten Zellen zu einer funktionstüchtigen Batterie neu zusammengesetzt und gebrauchte Akkus so nachhaltig wiederverwertet. «Diese Batterien sind dann auch kostengünstiger als neue», sagt Stefan Bahamonde.

Diese wieder zusammengesetzten Batterien finden nun unter anderem Anwendung bei der Jowa-Fabrik in Gränichen: In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) wurden dort drei Ladestationen für Elektrovelos aufgestellt. Zwei Solarpanels auf dem Dach des Velounterstands beliefern tagsüber zwei solcher wiederverwerteten Batterien mit Strom. Diese wiederum geben die gespeicherte Sonnenenergie an die Ladeboxen weiter. An denen kann jeder E-Bike-Fahrer das Ladegerät seines Elektrovelos anschliessen und nach einem Arbeitstag mit vollgeladener Batterie nach Hause radeln. Von den rund 650 Angestellten fahren laut Sirio Burger, Projektleiter Nachhaltigkeit bei der Jowa, einige mit dem Elektrovelo zur Arbeit. Viele kämen aus dem Seetal über den Schürberg angereist – darunter er selber, der in Boniswil wohnt.

Hochschule gewinnt Daten für die Forschung

Bei der Jowa in Gränichen stehen heute drei Ladeboxen zur Verfügung. Bei einer grossen Nachfrage nach den Ladeplätzen schliesst Burger einen künftigen Ausbau nicht aus. Die Ladestation ist ein unbefristetes Pilotprojekt. Finanziert wird es grossmehrheitlich von der Stiftung FHNW, das Aufstellen der Ladeboxen zahlte die Jowa. Die Hochschule gewinnt mit dem Projekt wertvolle Forschungsdaten über das Verhalten von gebrauchten E-Bike-Batteriezellen und die Möglichkeit derer Wiederverwertung. Die Konzeptidee stammt denn auch von der Hochschule für Technik der FHNW. Bei der Suche nach Kooperationspartnern sei die Hochschule auf die Firma Libattion gestossen, erzählt Thomas Tarnowski, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Elektrische Energietechnik der FHNW. Die Batterien senden durchgehend Informationen an eine Zentrale der Libattion und werden von dort aus fernüberwacht. Je nach Anwendung reicht eine recycelte Batterie für über 2000 Ladezyklen, was etwa einer Lebensdauer von acht Jahren entspricht.

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