Switzerland

Jordy ist da, wenn es brennt: Luzerns (Feuer-)Wehrmann

«Er muss schnell in unserer Mannschaft ankommen, wir brauchen ihn», liess Luzern-Coach Fabio Celestini (45) vor Jordy Wehrmanns Debüt verlauten. Der Neuzugang aus Rotterdam gehorchte und legte einen Blitzstart hin, trotz den Startschwierigkeiten mit Quarantäne und kaum Trainings. «Ich will Luzern helfen, höher und höher zu klettern», sagt der Mittelfeldspieler.

Wehrmann möchte in Luzern aber vor allem auch möglichst viel Spielpraxis sammeln. Bei Feyenoord waren Teileinsätze Programm. In Luzern stand er bereits in seinem zweiten Spiel in der Startelf. Gegen Lausanne am vergangenen Samstag musste der 22-Jährige aber vorerst wieder mit der Bank vorliebnehmen.

Nachbar von Celestini

Mit dieser kleinen Enttäuschung kommt der Junge aus Den Haag, übrigens auch mit Weltstar Robin van Persie befreundet, gut klar. Schliesslich durchlebt er gerade sein bestes Jahr, wie er sagt. Anfang Saison das Debüt in der holländischen Eredivisie, kurz darauf der erste Europa-League-Einsatz und nun lebt er erstmals im Ausland. In Luzern, zusammen mit seiner Freundin, in den Hochhäusern neben der Swissporarena. Celestini ist nicht nur sein Coach, sondern auch sein Nachbar.

Wehrmann, der bei Feyenoord die gesamte Nachwuchsausbildung durchlief, will heute gegen Basel endlich ein Tor erzielen. «Ich verspreche, nicht zu gehen, ohne getroffen zu haben», sagt der Holländer verschmitzt.

Noch nicht fertig mit Feyenoord

Heisst das, Wehrmann könnte sich einen Verbleib beim FCL vorstellen? Sein Leihvertrag läuft Ende Saison aus. Luzern hat allerdings eine Kaufoption. In einem Interview mit seinem holländischen Klub sagte Wehrmann kürzlich: «Ich habe das Gefühl, dass ich bei Feyenoord noch nicht fertig bin.» Darauf angesprochen, meint er: «Was nach der Saison passieren wird, das weiss ich noch nicht – in erster Linie ist dies auch Sache der beiden Klubs.»

Vorerst zählt für Wehrmann aber nur eins, die Tabelle mit den Luzernern weiter hochzuklettern. So würde er Ende Saison seinem Ruf als «Feuer-Wehrmann» immerhin gerecht.

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