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Jetzt wird es amtlich – die Washington Redskins geben ihren Namen auf

Die Teamfarben bleiben, der Indianerkopf verschwindet von Washingtons Helmen. Bild: www.imago-images.de

Jetzt wird es amtlich – die Washington Redskins geben ihren Namen auf

Seit Jahren wird in den USA über den Namen des NFL-Teams aus Washington gestritten. Dass diese als «Redskins» antreten, stört viele, besonders amerikanische Ureinwohner. Denn der Ausdruck «Rothäute» steht für sie auf einer Stufe mit der inakzeptablen Bezeichnung «Neger» für Schwarze.

Die jüngst nach der Tötung von George Floyd durch einen Polizisten aufgeflammten Proteste gegen Rassendiskriminierung haben nun auch bei den Washington Redskins Folgen. Wie ESPN berichtet, wird das Footballteam heute Montag bekannt geben, dass es seinen Spitznamen ändern wird. Weiter liess die offenbar gut unterrichtete Quelle verlauten, dass man den neuen Spitznamen noch nicht gleichzeitig vorstellen wird. Laut «Sports Business Daily» muss die neue Marke zuerst noch überall registriert werden. Das soll so schnell wie möglich geschehen.

Niedergeschlagene Redskins-Fans: Ihr Team enttäuscht sie seit Jahren. Bild: imago sportfotodienst

Auch das Logo verschwindet

Als Redskins treten die Footballer seit 1933 an, zunächst in Boston, seit 1937 in Washington. Das Logo des Teams zeigt den Kopf eines Indianerhäuptlings, es soll ebenfalls ersetzt werden. An den Klubfarben bordeauxrot und gold hingegen wird festgehalten. Laut Headcoach Ron Rivera wird angestrebt, dass mit dem neuen Spitznamen ein Bezug zum Militär hergestellt wird.

Dass sich der umstrittene Teambesitzer Dan Snyder zur Namensänderung durchgerungen hat, liegt wohl an den Sponsoren. Hauptsponsor FedEx rief die Redskins offiziell dazu auf, den Namen zu wechseln. Auch andere wichtige Sponsoren wie Nike und Pepsi übten Druck aus. Soviel Druck, dass Snyder nun von seiner Haltung abgerückt ist. Noch 2013 betonte er: «Wir werden den Namen nie ändern, so einfach ist das. NIE – das können Sie ruhig in Grossbuchstaben drucken.»

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Ein Verliererteam

Vielleicht kommt mit einem neuen Namen auch neuer Erfolg. In der vergangenen Saison waren die Washington Redskins das zweitschlechteste der 32 NFL-Teams. Sie gewannen bloss drei von 16 Partien der Regular Season. Ihre letzte Playoff-Teilnahme liegt mittlerweile fünf Jahre zurück, den letzten von drei Erfolgen im Super Bowl schafften sie 1991.

Der Start der neuen NFL-Saison ist für den 10. September vorgesehen. Der Super Bowl soll am 7. Februar 2021 im Raymond James Stadium in Tampa ausgetragen werden.

Gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA

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