Switzerland

Je früher desto besser: Die Stadt Zürich will die Kleinsten mehr fördern

Schriftliche Sprachstandserhebungen, Deutsch lernen in der Kita und eine bessere Unterstützung der Eltern: Die Stadt Zürich möchte den Kindern den Start in die schulische Laufbahn erleichtern – und damit die Chancengleichheit erhöhen.

In der Zeit vor dem ersten Schultag entscheidet sich, ob ein Kind eine erfolgreiche Bildungslaufbahn haben wird oder nicht.

In der Zeit vor dem ersten Schultag entscheidet sich, ob ein Kind eine erfolgreiche Bildungslaufbahn haben wird oder nicht.

Simon Tanner / NZZ

Die ersten Lebensjahre sind entscheidend. Ob ein Kind seine Fähigkeiten in der Schule ausschöpfen kann, hängt stark von der Zeit vor dem ersten Schultag ab. Wenn es bereits die Anweisungen der Kindergärtnerin nicht versteht, entsteht ein Rückstand, der sich mitunter kaum mehr aufholen lässt.

Die Bedeutung der frühkindlichen Förderung ist unter Experten unbestritten. Doch genau in diesem Bereich hat die Schweiz Aufholbedarf. Laut einem Bericht des Schweizerischen Wissenschaftsrats hat sie im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine «gering verbreitete» frühkindliche Betreuung und Förderung. Laut den Autoren ist dies ein zentraler Grund, weshalb das hiesige Bildungssystem durch ein «hohes Ausmass an Chancenungleichheit» geprägt ist.

Die Stadt Zürich möchte das nun ändern. Am Donnerstag haben Sozialvorsteher Raphael Golta (sp.) und Schulvorsteher Filippo Leutenegger (fdp.) einen Plan präsentiert, wie in den kommenden fünf Jahren gegen diesen Missstand vorgegangen werden soll.

Möglichst früh und zielgerichtet

Der Plan folgt der Maxime, dass die Massnahmen ein umso besseres Kosten-Wirkungsverhältnis aufweisen, je früher sie greifen und je zielgerichteter die Begleitung der Kinder erfolgt. Konkret sollen folgende drei Schritte die Situation verbessern:

Die Ideen sind nicht neu. Bereits im Jahr 2009 hat die Stadt eine Strategie zur Frühförderung verabschiedet und diese seither stetig ausgebaut. Die Bemühungen sollen nun aber weiter intensiviert werden. Die Stadt lässt sich das bis 2025 rund 2,7 Millionen Franken kosten.

Das Thema ist aktueller denn je: Einerseits verzeichnet Zürich seit einigen Jahren eine der höchsten Geburtenraten der ganzen Schweiz. Aktuell leben rund 23 000 Kinder zwischen 0 bis 4 Jahren in der Stadt. Andererseits wächst laut einer ZHAW-Studie nur gerade ein Drittel einsprachig mit Deutsch auf.

Widerstand im Kantonsrat

Der Vorschlag der flächendeckenden Deutschkurse im Vorschulalter ist in der Vergangenheit auch auf Widerstand gestossen. Der Zürcher Kantonsrat erteilte einem entsprechenden Vorstoss letztes Jahr eine Abfuhr.

Als Vorbild hatte den Initianten der Kanton Basel-Stadt gedient, wo ein Konzept mit einer Sprachstandserhebung durch die Eltern und verbindlichen Kursen seit einigen Jahren erfolgreich umgesetzt wird.

Das Parlament erachtete das «Basler Modell» allerdings als nicht zielführend. Die Situation im kleinen Stadtkanton lasse sich nicht mit Zürich vergleichen. Zudem müsse die Gemeindeautonomie gewahrt werden. Die Stadt Zürich hat diese Autonomie nun in ihrem Sinne genutzt.

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