Switzerland

Interview mit Stressforscher: «Je höher die Fallzahlen, desto stärker ist die Angst, schwer zu erkranken»

Der Neurowissenschaftler Dominique de Quervain von der Uni Basel warnt vor einer starken dritten Welle – und den Folgen vor allem für Junge.

«Aus meinem Blickwinkel, und da geht es um die mentale Gesundheit, ist es zentral, dass man alles tut, um die Infektionszahlen niedrig zu halten»: Dominique de Quervain.

«Aus meinem Blickwinkel, und da geht es um die mentale Gesundheit, ist es zentral, dass man alles tut, um die Infektionszahlen niedrig zu halten»: Dominique de Quervain.

Foto: Christian Flierl

Als Stressforscher, der sich mit den psychischen Auswirkungen der Pandemie beschäftigt, ärgern Sie sich über Forderungen nach schnellen Öffnungen. Warum?

Die Argumentation vieler Politiker, dass Öffnungen gut wären für die Psyche, ist zu kurz gedacht. Man würde dafür einfach später einen umso höheren Preis bezahlen. Wenn man die Pandemie nicht mehr kontrollieren kann, dann führt das zu einem Desaster, nicht nur was die physischen Aspekte betrifft, sondern auch die mentalen.

Das müssen Sie genauer erklären.

Man muss anschauen, welche Ursachen zu erhöhtem Stress und depressiven Symptomen führen. Zum einen ist es die Pandemie selber, also die Angst, schwer zu erkranken oder gar zu sterben. Je höher die Fallzahlen sind, desto stärker ist diese Angst. Zum anderen sind es die Massnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie eingesetzt werden, die auch belastend wirken, also etwa die sozialen Einschränkungen. Belastend ist es natürlich auch, wenn man finanziell betroffen ist. Daher empfiehlt die Taskforce, dass man sofortige und faire Entschädigungen zahlt.

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