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In Zürich vor Gericht: Mann streicht Frau im Zug mit Penis übers Gesicht

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Ein 35-Jähriger ist wegen Schändung verurteilt worden. Er hatte im Zug einer schlafenden Frau den Penis über das Gesicht gestrichen.

Grossen Ekel – das löst die Straftat eines 35-jährigen Mannes aus. Passiert war es an einem Samstag im Dezember 2017. Eine junge Frau stieg am frühen Morgen in die S-Bahn von Winterthur nach Zürich, setzte sich in ein freies Abteil und schlief ein. Nach einiger Zeit ging der Mann, der im gegenüberliegenden Abteil sass, zu ihr. Er öffnete seine Hose und packte seinen Penis aus. Damit strich er ihr übers Gesicht. Als die Frau aufwachte, liess der Mann aus Sri Lanka von ihr ab und flüchtete.

Dieser Vorfall führte dazu, dass der Mann wegen Schändung angeklagt wurde und am Bezirksgericht Zürich vor dem Richter erscheinen musste. Es ist aber nicht das einzige Ereignis, für das er sich dort verantworten musste. Es ging auch um mehrfache sexuelle Handlungen mit Kindern und Exhibitionismus.

Laut Anklageschrift hat er ebenfalls im Zug zweimal vor den Augen von Minderjährigen masturbiert. «Es erregte ihn, dass er vom Opfer beobachtet wurde», steht in der Anklageschrift. Überführt wurde der Mann durch die Videoüberwachung.

Genugtuung von 3000 Franken

Der Mann wurde nun zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt, wie der «Blick» berichtet. Zudem wird er für fünf Jahre des Landes verwiesen. Der Frau, die noch immer in Therapie ist, muss er eine Genugtuung von 3000 Franken bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann zeigte sich bei der Verhandlung reumütig. Er entschuldigte sich beim Opfer. «Ich realisiere nun, zu was meine Belästigung geführt hat. Weshalb ich dies getan habe, weiss ich nicht», wird er von der Zeitung zitiert. Vielleicht habe es mit seiner damaligen Marihuanaabhängigkeit zu tun gehabt.

(tam)