Switzerland
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In Brasilien ermordet – kurz zuvor wandte er sich an Blick: Die tragische Geschichte des Schweizers Aristo D. (†59)

Er wanderte Anfang 2019 nach Brasilien aus und bereute diesen Schritt. Nun ist der Schweizer Aristo D.* (†59) tot. Er wurde in der Stadt Goianésia, nordwestlich der brasilianischen Hauptstadt Brasilia, getötet.

Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Fakt ist: Der Zürcher war in Brasilien unglücklich.

Sorgerechtsstreit um seinen Sohn

Verzweifelt wandte er sich im Sommer dieses Jahres mit einem Hilferuf an Blick. Es ging damals um seinen zweijährigen Sohn. Denn in Brasilien lief ein Sorgerechtsstreit mit seiner brasilianischen Schwiegermutter. Der Streit entbrannte nach dem Tod seiner brasilianischen Frau. Sie war im November 2020 an Krebs gestorben. Und Aristo D. wollte nur noch weg. Zurück in die Schweiz – gemeinsam mit seinem Sohn.

Im September meldete er sich voller Freude

Nach dem Bericht tat sich etwas. Ab August bekam Aristo D. von den Schweizer Behörden für seine Lebenskosten rund 200 Franken monatlich als Unterstützung. Dann meldete er sich Anfang September erneut bei Blick. Mit einer freudigen Nachricht: Sein Sohn sei endlich bei ihm.

Das Gericht erteilte ihm das Sorgerecht. Aber: Der Rechtsstreit war noch nicht abgeschlossen, und so lange konnte der Schweizer mit seinem Kind auch nicht aus Brasilien zurück in die Schweiz reisen.

Sohn ist wieder bei der Grossmutter

Mit der Ermordung des Schweizers hat die Angelegenheit in Brasilien ein tragisches Ende genommen. Wie es mit dem Schweizer Bub, der jetzt Vollwaise ist, weitergeht, ist noch unklar.

Die Schweizer Behörden haben bis jetzt von den lokalen Behörden noch keine offizielle Bestätigung zum Tod von Aristo D.* erhalten und dementsprechend auch keine Angaben über das Tötungsdelikt und die Ermittlungen der Polizei. Gemäss der Informationen des EDA soll das Schweizer Kind wieder in der Obhut der brasilianischen Grossmutter sein, die um das Sorgerecht des Kindes gegen den Schweizer gekämpft hat. Genau das wollte Aristo D. für seinen kleinen Sohn verhindern.