Switzerland

«Ich war wie eine kleine Hexe»: Gino und Giannina Caviezel sind unzertrennlich

Am 23. Juni 1992 spricht auf der Geburtsstation vom Churer Fontana Spital wenig dafür, dass aus Gino Caviezel eines Tages ein schneller Rennfahrer wird. Während seine Zwillingsschwester Giannina ohne grössere Probleme aus dem Mutterleib schlüpft, wird Gino erst zwei Stunden später mittels Kaiserschnitt entbunden. Doch ab diesem Moment marschieren die jüngsten Geschwister von Super-G-Weltcupsieger Mauro und Sandra im Gleichschritt durch ihre Kindheit. «Wir waren in unserer Jugend wirklich unzertrennlich, obwohl ich Gino oft wie eine kleine Hexe behandelt habe» gesteht Giannina. Gino nickt: «Sie hat mir immer wieder die Spielsachen geklaut.»

«Gino war ein Träumer»

Auch Vater Markus kann sich bestens daran erinnern, dass in der Beziehung von seinen Zwillingen lange Zeit die Frau dominiert hat: «Er war der Träumer, der ständig irgendwo, irgend etwas liegen gelassen hat. Sie ist seit jeher die geordnete Person, die Gino alles hinterhergetragen und beigebracht hat.»

Es war Giannina, die in der Schule Ginos Ehrgeiz geweckt hat. «Wir hatten bis zu unserer KV-Lehre immer einen Zweikampf, wer die besseren Noten mit nach Hause bringt. Über all die Jahre hinweg betrachtet war Giannina besser in Mathematik, ich habe dafür in Geometrie ein bisschen besser abgeschnitten», so Gino. Selbstverständlich sind die Caviezel-Twins von der Lenzerheide auch lange zusammen Ski gefahren. Auch Giannina hat bis im Jahr 2009 FIS-Rennen bestritten, musste dann aber aufgrund von einer schweren Knieverletzung ihre Alpin-Laufbahn früh beenden.

Umso intensiver fiebert die Blondine seither mit ihren Brüdern mit. «Wenn Gino am Start steht, bin ich ein bisschen nervöser, wie wenn Mauro ins Rennen geht», offenbart Giannina und liefert die Erklärung: «Mauro bedeutet mir als Mensch genau so viel, aber er bestreitet halt vor allem Abfahrten und Super-G, wo die Ausfall-Quote weniger hoch ist als in Ginos Parade-Disziplin Riesenslalom. Deshalb muss ich bei Ginos Fahrten eher Angst haben, dass er das Ziel nicht sieht.»

Geglückter Start in die neue Saison

Die ersten Rennen von dieser Saison hat Gino aber mit bestechender Sicherheit gemeistert - Dritter beim Spezial-Riesenslalom in Sölden, den Parallel-Riesen in Lech hat er auf dem sechsten Rang beendet. Logisch, dass er auch an diesem Wochenende bei den beiden Riesenslaloms in Santa Caterina (It) zum Favoritenkreis gehört.

Auf einer beruflichen Erfolgswelle reitet übrigens auch Giannina Caviezel - auf den 1. Januar 2021 hin wurde Ginos Glücksbringerin zur Bereichsleiterin Sales, Logen und Sponsoring im Zürcher Hallenstadion befördert.

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