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«Ich hoffe, du stirbst in der Hölle»: Fussball-Stars setzen Zeichen gegen Hass im Netz

«Ich hoffe, du stirbst in der Hölle»

Fussball-Stars setzen Zeichen gegen Hass im Netz

Hass und Beleidigungen im Internet sind heutzutage leider täglich und fast schon normal. Auch Prominente haben mit sinnlosen Hass-Nachrichten zu kämpfen. Die Berateragentur Sports360 hat nun ein Video veröffentlicht, mit Fussballern, die Drohungen aus dem Netz vorlesen.

«Ich hoffe, du stirbst!» und «Wir wissen, wo eure Kinder in die Kita gehen....»: Nachrichten, die wohl kein Mensch auf der Welt erhalten möchte. Und doch sind sie für viele Alltag. Vor allem Menschen die in der Öffentlichkeit stehen, sind auf Social Media eine beliebte Zielscheibe für anonyme und sinnlose Hass-Nachrichten. So sind vor allem auch Fussballer betroffen. Die Spielerberater-Agentur Sports360, zu deren Klienten Nati-Spieler Josip Drmic oder Real-Superstar Toni Kroos zählen, hat ein Video veröffentlicht, in dem die Fussballer schlimme Nachrichten vorlesen, die sie auf Social Media erhalten haben. Unter dem Hashtag #unitedagainstracism wird das Video nun auf den sozialen Medien verbreitet. Am Ende des Clips stehen die Zeilen: «Wir schätzen deine Meinung. Aber Hass ist keine Option. Hinter jedem Bildschirm ist ein Mensch».

«Das ist erschreckend und beängstigend»

Erreichen wollen die Fussballer damit nur eins: Sensibilisieren. Denn Hass im Netz, also Cyber-Mobbing, ist mittlerweile ein gesellschaftliches Problem, dass sich durch alle Klassen zieht, erklärt der Leiter der Agentur, Volker Struth. « Erst im Januar hat die Techniker Krankenkasse bekannt gegeben, dass bundesweit mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche Opfer davon sind. Das ist erschreckend und beängstigend». So würden auch die Spieler der Agentur täglich beleidigt und beschimpft werden – nicht selten würde sogar mit dem Tod gedroht. Struth erklärt weiter: «Das Ausmass davon wollen wir mit dieser Aktion verdeutlichen. Und die Prominenz und Reichweite der Spieler nutzen, um auf dieses gesellschaftliche Problem aufmerksam zu machen.»

Enke-Vergleich schockt

Neben Toni Kroos und Josip Drmic beteiligen sich bei der Aktion unter anderem auch Leipzigs Dayot Upamecano, Weltmeister Ron-Robert Zieler oder Herthas Maxi Mittelstädt. Der Berliner Aussenverteidiger hat seinen Instagram-Account wegen der vielen Hass-Kommentare sogar gelöscht. Schockierend ist auch die Nachricht, die Köln-Goalie Zieler vorliest: «Mach den Enke und wirf dich vor den Zug!» Der ehemalige deutsche Nationalkeeper Robert Enke (†32) litt an Depressionen und beging im November 2009 Suizid. (rij)

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