Switzerland

Horror-Hausschuhe : Diese fiesen Finken!

Viele tragen zu Hause sehr hässliche Schuhe. Wie wenn es nicht schon genug Elend auf der Welt gäbe. Wir klären über die schlimmsten Modelle auf. Und haben je eine schicke Alternative für sie und ihn parat.

Das Grauen hat einen Namen: Finken. Dabei muss das doch nicht sein.

Das Grauen hat einen Namen: Finken. Dabei muss das doch nicht sein.

Foto: Getty Images

Derzeit trägt man keinen Schuh so häufig wie den Hausschuh. Ein komplett vernachlässigter Typus unter den Schuhen, dabei sind Finken hoch problematisch, schon lange vor Corona: Wenn man irgendwo auf Besuch geht, weiss man nie, ob die Gastgeberin womöglich in Birkenstocks die Türe öffnet. Oder der Gastgeber nach der Begrüssung in etwas Unaussprechlichem vor einem her ins Wohnzimmer schlurft.

Es wird komplett unterschätzt, was für eine intime Angelegenheit der Finken im Allgemeinen und der unansehnliche Finken im Speziellen ist. Er ist nicht nur Hausschuh. Er ist das Psychogramm am Fuss.

Finken sagen so viel aus über jemanden wie einst die Plattensammlung. Da wusste man beim Anblick gewisser Alben auch, dass nur noch die Flucht bleibt, weil sich innert Sekunden alles als kolossaler Irrtum herausstellte. Selbst die schönsten Augen halfen da nicht mehr.

Man muss in einem fort daran denken, was sich unter dem Tisch befindet: DIESE FINKEN.

Und so verhält es sich eben auch mit Finken. Erschwerend hinzu kommt, dass man nicht wegschauen kann. Es ist wie bei einem Unfall. Fasziniert vor lauter Schreck, entwickelt man eine Instant-Obsession, und man starrt. Man ist überhaupt nicht mehr in der Lage, der Konversation zu folgen, weil man in einem fort daran denken muss, was sich unter dem Tisch befindet: DIESE FINKEN.

An so etwas können Freundschaften zerbrechen. Damit das nicht passiert, folgen präventiv – nicht nach ihrer Schrecklichkeit geordnet, sondern in strikter Reihenfolge des Alphabets – jene Modelle, die mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einem unwiederbringlichen Zerwürfnis sorgen werden:

Adiletten

Adiletten auf Parkett.

Adiletten auf Parkett.

Foto: Getty Images

Es hat nichts genützt, diese Schlappen vom optischen Standpunkt aus zu kritisieren. Man hat auf sie geschimpft, sie verlacht, sie verhöhnt. Die Trägerinnen und Träger hielten beinhart dagegen, immerhin, das ist Loyalität. Die Mode war darob derart beeindruckt, dass sie die Adiletten zu ihrem Liebling erkor, weil sie es immer wieder amüsant findet, Hässliches als cool auszurufen.

Sie nennt das dann «ironisieren», und wird natürlich vollkommen falsch verstanden, denn jene, die diese grausamen Modelle schon immer trugen, verstehen sich in der Folge als Avantgarde und schreien triumphierend: «Ha!» Und rüsten gleich auf, mit dem Kauf eines weiteren Modells in Pink.

Weil alles gutes Zureden nichts nützte, müssen nun halt andere Geschütze aufgefahren werden. Jetzt muss man dem Zeitgeist entsprechend die Moralkeule schwingen. Also sagen: «Adiletten sind aus Plastik. Plastik ist böse. Wegen Plastik verenden Meeresschildkröten. Willst du das?» Um dann mit Tränen-erstickter Stimme zu schreien: «Meeresschildkrötenmörder!

Funktioniert auch bei Crocs. Da ist sogar noch mehr Plastik dran, also noch mehr Meeresschildkrötenkillerpotenzial vorhanden.

Birkenstocks

Werden Füsse durch Birkenstocks breiter oder haben sie darin einfach genügend Platz?

Werden Füsse durch Birkenstocks breiter oder haben sie darin einfach genügend Platz?

Foto: PD

Diese breiten Füsse. Man erholt sich fast nicht mehr davon. Man denkt immer, dass man am nächsten Tag gleich eine orthopädische Fachperson aufsuchen und selbige fragen muss, ob Füsse durch das Tragen von Birkenstocks breiter werden oder ob alle Füsse so breit wären, wenn man sie nur liesse, ob also die Birkenstocks das natürliche Habitat von Füssen darstellten und wir ihnen in normalen Schuhen ein Leid antun.

Die Antwort ist einerlei, man will keine solchen Füsse. Und man möchte auch nicht wissen, dass es Menschen gibt, die über ebensolche wirklich stupenden unteren Extremitäten verfügen. Man kann nie wieder an etwas anderes denken, wenn man fortan mit ihren Besitzern spricht.

Zudem hat Heidi Klum eine Kollektion für Birkenstock entworfen.

Lustig ist traurig

Der neuste Wurf unter den lustigen Finken: Das Modell «Brot» aus dem Hause Maison Margiela. Kostenpunkt: Rund 110 Franken.

Der neuste Wurf unter den lustigen Finken: Das Modell «Brot» aus dem Hause Maison Margiela. Kostenpunkt: Rund 110 Franken.

Foto: PD

In der ohnehin schon sehr traurigen Welt der Finken gibt es eine besonders himmeltraurige Unterabteilung, und das sind die lustigen Finken. Deren Sinn und Zweck will sich einem einfach nicht erschliessen. Warum sollte ein Mensch über seine Schuhe signalisieren wollen, dass er oder sie lustig ist? Noch dazu in seinem privaten Umfeld, wo das ja alle wissen müssten? Wobei: Beim einen oder anderen Mitmenschen ist es womöglich besser, die Finken für sich sprechen zu lassen, wenn es um das Humorige geht.

Das Modell von der Ausgrabungsstätte

Ein Schuh aus längst vergangener Zeit. Im Museum zu bewundern. Oder gänzlich unerwartet an Füssen von Freunden.

Ein Schuh aus längst vergangener Zeit. Im Museum zu bewundern. Oder gänzlich unerwartet an Füssen von Freunden.

Foto: PD

Dann gibt es Menschen, die etwas tragen, das aussieht, wie wenn es ihr Hund zerbissen hätte. Dabei haben sie gar keinen Hund. Es ist einfach nicht mehr zu eruieren, worum es sich handelt bei dem Ding an ihren Füssen, derart desolat ist sein Zustand. Es könnte zum Beispiel von einer Ausgrabungsstätte der Pfahlbauer stammen. Es verströmt zumindest etwas Antik-Prähistorisches, eventuell total hip zu Ötzis Zeiten.

Man ahnt des Weiteren, dass es – es gibt kein anderes Wort als «es» –, nun, riecht. Man möchte aber nirgends zu Besuch sein, wo jemand Finken trägt, die an Ötzi erinnern, und erst recht nicht, die so aussehen, wie wenn sie einen unangenehmen Geruch verströmen würden. Man möchte sich einem solchen Ort nicht nähern, sondern sich von ihm entfernen, und man möchte dort schon gar nichts essen.

Der klassische Pantoffel

Die geben sicher warm, stimmt. Aber einen Abend lang hält man das auch aus ohne. Und mit einem ansehnlicheren, besuchstauglicheren Modell.

Die geben sicher warm, stimmt. Aber einen Abend lang hält man das auch aus ohne. Und mit einem ansehnlicheren, besuchstauglicheren Modell.

Foto: Getty Images

Solide, klar. Aber es fehlt ihm die Raffinesse und die Eleganz. Darum empfängt man darin keinen Besuch. Hören Sie mal genau hin, wie das Wort «schlurfen» klingt. Richtig: Es lässt sich einfach kein Satz bilden, in dem gleichzeitig das Adjektiv «würdevoll» darin vorkommt.

Zwei Alternativen zum Schluss

Wir wollen an dieser Stelle positiv sein, konstruktiv gar, und halten daher fest, dass es sehr wohl hübsche Hausschuhe gibt, die gleichzeitig bequem sind, denn 2021 muss niemand auf Komfort verzichten, wenn er oder sie gut aussehen will. Nicht nur, wenn Besuch kommt:
Für Männer: Smoking-Slippers. Die sind aus Samt, die machen was her, die trug Gunter Sachs und bitte, Gunter Sachs verstand sich auf die Sache mit dem Stil und dem Chic, der Mann eroberte Brigitte Bardot.

DAS Smoking-Slipper-Label aus Grossbritannien: Stubbs and Wootton. Mehr Klasse geht nicht.

DAS Smoking-Slipper-Label aus Grossbritannien: Stubbs and Wootton. Mehr Klasse geht nicht.

Foto: PD


Für Frauen: Butterweiche Ballett-Trainingsschuhe. Wecken Sie die Grazie in Ihnen!

Gibts auch in Stoff: Ballett-Trainings-Schuhe aus Leder, zum Beispiel über Ballett-shop.ch (ab 23 Franken).

Gibts auch in Stoff: Ballett-Trainings-Schuhe aus Leder, zum Beispiel über Ballett-shop.ch (ab 23 Franken).

Foto: PD

Football news:

Griezmann sprach mit Hamilton und besuchte die Mercedes-Boxen beim Großen Preis von Spanien
Barcelona fühlt, dass Neymar sie benutzt hat. Er sagte, er wolle zurück, verlängerte aber seinen Vertrag bei PSG (RAC1)
Aubameyang - Arsenal-Fans: Sie wollten Ihnen etwas Gutes schenken. Es tut mir leid, dass wir nicht konnten
Atlético hat im Camp Nou nicht verloren. Busquets' Verletzung ist das Drehereignis des Spiels (und des Meisterrennens?)
Verratti verletzte sich im PSG-Training am Knie. Die Teilnahme an der Euro steht noch aus, teilte PSG mit, dass sich Mittelfeldspieler Marco Verratti im Training eine Prellung des rechten Knies mit einer Verstauchung des inneren Seitenbandes zugezogen hat
Neymars Vertrag in einem Bild. Mbappe will die gleiche
Manchester United würde im Sommer gerne Bellingham und nicht Sancho unterschreiben. Borussia Dortmund wird Judas nicht verkaufen