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Switzerland

Hören, was Kinder zu sagen haben

Seit 30 Jahren gibt es die Kinderrechtskonvention. Die Schweiz gibt sich zumindest Mühe, sie einzuhalten. Doch zum Zurücklehnen ist es zu früh. Zwar ist Kinderarbeit hierzulande längst Vergangenheit. Kein Lehrer schlägt mehr Kinder mit dem Lineal. Und wer hier aufwächst, wird medizinisch gut versorgt. Für Kinder in der Schweiz sieht es also rosig aus. Zumindest auf den ersten Blick.

Doch wer genauer hinsieht, entdeckt Probleme. So steht den einen Kindern auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss Nachhilfeunterricht zur Verfügung, während sich andere Familien dies nicht leisten können. Auch das Recht auf bestmögliche Gesundheit steht nicht allen im gleichen Mass offen: Homo- und bisexuelle männliche Jugendliche zum Beispiel sind im Vergleich zu heterosexuellen weit häufiger von Depressionen betroffen. Das äussert sich auch in erhöhter Suizidgefahr, womit sogar das Recht auf Überleben bedroht ist.

Erkannt werden solche Verletzungen der Kinderrechte oft zuerst von den Kindern und Jugendlichen selber: Die eidgenössische Jugendsession forderte in diesem Jahr vom Parlament Massnahmen zur Senkung der Suizidrate bei homosexuellen Jugendlichen.

Würde das Recht der Kinder, gehört zu werden, besser respektiert, würden sich auch Lücken bei anderen Kinderrechten schliessen. Gerade die Schweiz mit ihrem Wohlstand sollte sich hierbei ehrgeiziger zeigen.

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