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Switzerland

Holdener teilt Podestplatz mit Lokalmatadorin

Wenn Michelle Gisin einen Hang runterfährt, muss man eigentlich gar nicht zuschauen. Ihre Emotionen im Ziel zeigen genug, um ihre Fahrten ganz gut einzuschätzen. Sei es im Negativen oder im Positiven. Am Samstag in Kranjska Gora waren es wieder einmal gute Gefühle, Jubelschreie und eine geballte Faust: Gisin war ein guter zweiter Lauf gelungen, am Ende wurde sie Siebte. Und war damit nicht einmal beste Schweizerin. Denn nach ihr kam auch noch Wendy Holdener.

Der wilde Ritt zum Podestplatz

Die Schwyzerin hat in dieser Saison Fortschritte im Riesenslalom gemacht. Sie kämpfte sich regelrecht den Berg hinunter und übernahm dank ihrer wilden Fahrt die Spitze vor der Italienerin Marta Bassino. Und eine gute Minute später war sogar klar: Holdener steht zum zweiten Mal in ihrer Karriere auf einem Riesenslalompodest. Lokalmatadorin Meta Hrovat, ihr Vater ist Bürgermeister von Kranjska Gora, war genau gleich schnell. «Absolut genial», fand das Kollegin Gisin. Und Holdener selbst sagte, sie habe noch Potenzial und könne noch besser fahren.

Der Sieg ging an die Neuseeländerin Alice Robinson. Und das überlegen. Die Siegerin von Sölden holte pro Abschnitt fast eine halbe Sekunde auf Holdener und Hrovat heraus. Daran scheiterte auch Petra Vlhova, sie wurde Zweite. Robinson ist im Dezember 18 geworden, zum zweiten Mal steht sie im Riesenslalom zuoberst. Sie sei am Limit gefahren, erklärte sie, sei jetzt aber sehr glücklich.

Brignone nützt Shiffrin-Absenz nicht aus

Federica Brignone, die grosse Favoritin, schaffte es nur auf Rang 8. Damit holte sie im Kampf um den Gesamtweltcup gegen Mikaela Shiffrin zwar Punkte auf, aber wohl nicht so viel, wie sie sich erhofft hatte. Shiffrin ist nach dem überraschenden Tod ihres Vaters weiterhin abwesend. Brignone also verpasste eine gute Gelegenheit. «Es tut mir leid», sagte sie im Ziel in die Kamera, «ich habe es probiert».

Mit Andrea Ellenberger und Lara Gut-Behrami standen zwei weitere Schweizerinnen im zweiten Lauf. Sie starteten unmittelbar nacheinander, tauschten im Ziel aber die Positionen. Ellenberger machte vier Positionen gut und fuhr schliesslich auf Rang 12, es ist ihre beste Klassierung in diesem Winter. Sie hatte in beiden Durchgängen Probleme mit einer Kuppe, «die brachte ich nicht hin», sagt sie, «aber das gehört zum Lernprozess dazu».

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