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Himmelskucker, aufgemerkt: Ab nächster Woche ist der Mars besonders gut sichtbar

Himmelskucker, aufgemerkt: Ab nächster Woche ist der Mars besonders gut sichtbar

Während derzeit mehrere Raumsonden zum Mars unterwegs sind, kann man in den nächsten Tagen den Roten Planeten auch von der Erde aus gut beobachten: Im Oktober erreicht die Mars-Sichtbarkeit ihren Höhepunkt für die nächsten 15 Jahre – dank Perihel-Opposition.

Am 6. Oktober kommt ihm die Erde am nächsten und acht Tage später steht er der Sonne genau gegenüber steht und scheint damit am hellsten. Bleibt die Hoffnung auf gutes Wetter, denn ähnlich günstig wie dieses Jahr wird die Sichtbarkeit in unseren Breiten erst wieder 2035 sein. Die Kombination von Erdnähe und Position zur Sonne ist dabei entscheidend.

Hach, der Mars … Bild: EPA/ISRO

Alle 780 Tage nähern sich Erde und Mars einander an, dementsprechend gibt es rund alle zwei Jahre eine günstige Sichtbarkeit. «Doch günstig ist nicht gleich günstig», erklärte Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) gegenüber der APA. Der Grund ist die im Gegensatz zur Erdbahn stark elliptische Bahn des Mars, dessen Entfernung von der Sonne zwischen 207 und 249 Millionen Kilometer schwankt. Es kommt also ganz darauf an, an welcher Stelle sich Erde und Mars nahekommen.

Am allerbesten ist die Sichtbarkeit, wenn der Mars bei der Begegnung mit der Erde im sonnennächsten Punkt seiner Bahn steht, dem sogenannten Perihel. Die Erde kann sich dann dem Mars auf weniger als 56 Millionen Kilometer annähern.

Dieses Jahr beträgt die kürzeste Distanz 62.1 Millionen Kilometer. Das ist zwar etwas mehr als die «Bestmarken» der letzten beiden Perihel-Oppositionen - 56 Millionen Kilometern im Jahr 2003 und 57 Millionen Kilometern 2018 - aber dank einer Kulminationshöhe von fast 50° sind die Beobachtungsbedingungen dieses Mal besser als damals. Eine solch günstige Perihel-Opposition wie heuer kommt nur alle 15 bis 17 Jahre vor.

Beinahe optimale Bedingungen

Der Mars steht in den nächsten Wochen recht einsam am Himmel, in seiner Umgebung befinden sich kaum hellere Sterne. Am Abend geht er im Osten auf, steigt gegen Mitternacht nach Süden, erreicht dabei mehr als die halbe Himmelshöhe und strahlt heller als der im Südwesten versinkende Jupiter. Zur Morgendämmerung sinkt Mars dann nach Westen hin ab.

Mit freiem Auge sieht man allerdings nicht mehr als den hellen, rötlichen Lichtpunkt, für Details braucht man schon ein grösseres Fernrohr. Wer ein solches hat, kann diesmal auf freie Sicht auf die Marsoberfläche hoffen. Ein globaler Staubsturm, wie er 2018 aufgetreten ist, passiere meist nur, wenn der Planet in Sonnennähe steht, also bei einer «Perihel-Opposition», sagte der Experte.

Muss nur noch das Wetter auf der Erde mitspielen. Schon bei der nächsten Opposition im Dezember 2022 kommt die Erde dem Roten Planeten nur mehr auf 81 Millionen Kilometer nahe, der Mars erscheint dann um 20 Prozent kleiner als heuer.

Ähnlich nahe wie 2020 kommt die Erde dem Mars erst wieder im Juni 2033. Weil es sich dabei aber um eine «Perihel-Opposition» handelt, ist der Planet von Mitteleuropa aus wieder nur nahe dem Horizont zu sehen. «Ähnlich günstig wie heuer wird die Sichtbarkeit erst wieder im September 2035 sein», so Pikhard. (sda/apa)

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