Switzerland

Hausabwart filmte heimlich Mädchen in der Umkleide: Muss er dafür ins Gefängnis?

Der Beschuldigte ist geständig. Dem Abwart, der 18 Jahre für die Schule Jonen tätig war, wird mehrfache Pornografie und die Verletzung des Geheimbereichs vorgeworfen. Die Polizei hatte bei einer Hausdurchsuchung entsprechendes Material konfisziert, in der Anklageschrift ist von 1400 Videos und 6800 Bildern mit kinderpornografischem Inhalt die Rede. Bei der Durchsuchung der Festplatte stiess die Polizei dann auch auf Filmaufnahmen aus zwei Umkleidekabinen aus dem Schulhaus Pilatus und der Mehrzweckhalle in Jonen. 

Als der Beschuldigte vor Gericht nach den Gründen für die Aufnahmen befragt wird, berichtet er, Schüler hätten ihm «zuleide gewerkt», die Rede ist von der Beschädigung von Haartrocknern. Um die Täterinnen oder Täter dieser Vandalenakte aufzudecken, habe er die Kameras installiert. Gerichtspräsidentin Corinne Moser möchte vom Beschuldigten dann wissen, warum er die Aufnahmen nicht gelöscht habe, nachdem während der Überwachung nichts beschädigt wurde.

«Ich weiss nicht, ich habe sie halt einfach nicht gelöscht.» Auch auf die Frage, warum auf den Aufnahmen die Haartrockner gar nicht zu sehen seien, wusste der Beschuldigte keine schlüssige Antwort: «Ich hätte die Kinder an den Stimmen oder den Kleidern erkannt, wenn etwas beschädigt worden wäre», erklärt er. In einer früheren Einvernahme hatte er angegeben, dass er die Kameras zu Beginn mit dem Gedanken an die Vandalenakte installiert habe, danach hätte aber auch Voyeurismus mitgespielt.

Gefängnis oder Probezeit?

Der mittlerweile entlassene Abwart ist geständig und sagt vor Gericht, er hätte «das nicht machen dürfen». Ihm wird zugute gehalten, dass er die selbst getätigten Aufnahmen nicht ins Internet gestellt habe. «Ich weiss nicht, was für ein Teufel mich geritten hat, es war eine schwierige Zeit, vielleicht hatte ich auch ein Burnout. Ich kam nach Hause und habe mich vor den Computer gesetzt.» Allerdings hätte er nie das Bedürfnis verspürt, sich an einem Kind zu vergehen.

Das Bezirksgericht hat sich zur Urteilsberatung zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft beantragt 18 Monate Freiheitsstrafe unbedingt und die Anordnung einer ambulanten Massnahme. Die Verteidigung möchte, dass die Freiheitsstrafe nur bedingt ausgesprochen wird. Dies würde bedeuten, dass der Beschuldigte nicht ins Gefängnis müsste, wenn er in der Probezeit, für die die Verteidigung eine Dauer von vier Jahren vorschlägt, sich nichts zuschulden kommen lässt. Mit der ambulanten Massnahme, also einer psychiatrischen Therapie, ist er einverstanden.

Update folgt...

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