Switzerland

Hacker stellen Passdaten ins Netz - Hunderttausende von Argentinien-Reisenden betroffen

Nach einem Cyberangriff auf die Einwanderungsbehörden Argentiniens haben Hacker Hunderttausende von sensiblen Passdaten veröffentlicht. Betroffen vom Datendiebstahl sind auch Schweizer Touristen.

Hacker haben Passdaten von Reisenden nach Argentinien aus den Jahren 2013 und 2020 veröffentlicht. Wartende Passagiere am Flughafen Ezeiza in Buenos Aires.

Hacker haben Passdaten von Reisenden nach Argentinien aus den Jahren 2013 und 2020 veröffentlicht. Wartende Passagiere am Flughafen Ezeiza in Buenos Aires.

Roncoroni / EPA

Die Attacke fand gemäss verschiedenen Quellen am 27. August statt. Hacker hätten sich mit einem Computervirus Zugang zu rund 3 Gigabyte Daten in den Computern der argentinischen Einwanderungsbehörden verschafft. Kurz darauf sollen sich die Angreifer bei den Behörden gemeldet haben, mit der Mitteilung, dass die Daten verschlüsselt worden seien. Sie forderten Lösegeld in der Höhe von 4 Millionen Dollar.

Die Behörden kamen der Aufforderung offenbar nicht nach. In der Folge publizierten die Hacker eine rund 2 Gigabyte grosse Datei im Internet, wie die argentinische Tageszeitung «Clarin» und der Bayerische Rundfunk übereinstimmend berichten. Beide Medien hatten Zugang zu dieser Datei.

Daten auch von Migranten und Geheimdienstmitarbeitern

Die Datei enthält einerseits Daten von Migranten, Flüchtlingen und argentinischen Staatsangestellten. Andererseits sind aber auch Passnummern, Geburtsdaten und Reiseinformationen Hunderttausender von Touristen unter anderem aus Deutschland, Israel, Frankreich und Kanada aus den Jahren 2013 bis 2020 veröffentlicht worden. Betroffen sind auch Reisende aus der Schweiz, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage bestätigt.

Für Migranten und Flüchtlinge könnte die Veröffentlichung Folgen haben, weil die Ursprungsländer sich auf diesem Weg für sie sonst nicht zugängliche Daten verschaffen können. Gemäss der Tageszeitung «Clarin» enthält der Datensatz aber auch die Namen argentinischer Geheimdienstmitarbeiter, die nach einem Zurücksetzen des Passworts fragen. Für Touristen kann der Datendiebstahl insofern unangenehme Folgen haben, weil die Daten für einen Identitätsdiebstahl benutzt werden könnten. Kriminelle könnten damit zum Beispiel im Namen der Geschädigten Konten bei Online-Banken eröffnen.

Migrationsamt relativiert Umfang des Datendiebstahls

Die argentinischen Migrationsbehörden haben den Angriff bereits am 27. August, am Tag der Attacke, mit einer Mitteilung auf ihrer Website bestätigt. Damals verneinte die Behörde jedoch, dass es tatsächlich zu einem Datendiebstahl gekommen sei. Am 12. September widerrief das Migrationsamt diese Aussage via Twitter, relativierte jedoch deren Umfang.

Es sei lediglich rund ein Prozent des jährlich anfallenden Datenvolumens betroffen. Die Datenbank selbst sei nicht kompromittiert worden. Man arbeite daran, die Sicherheit der IT-Systeme zu verbessern, um weitere Angriffe zu verhindern.

Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar. Gemäss Informationen des Bayerischen Rundfunks nutzten die Angreifer die Erpressersoftware Netwalker, die von Hackern aus dem russischsprachigen Raum entwickelt wurde. «Clarin» meldet, dass der Server, auf dem die Daten hochgeladen wurden, in Dnipropetrowsk in der Ukraine stehe.

Football news:

Hans-Dieter Flick: ich Hoffe, Alaba unterschreibt bei den Bayern. Bayern-Trainer Hans-Dieter Flick hat sich über die vertragslage von Verteidiger David Alaba geäußert
Diego Maradona: Messi hat Barça alles gegeben, an die Spitze geführt. Der Ehemalige Argentinische Fußball-Nationalspieler Diego Maradona teilte mit, dass Lionel Messi den FC Barcelona verlassen wollte
Federico Chiesa: ich Hoffe, bei Juve seine Spuren zu hinterlassen. Wir werden gute Ergebnisse erzielen
Benfica-Trainer: ich will nicht, dass wir wie das aktuelle Barcelona Aussehen, es hat nichts
Guardiola über Rückkehr zu Barça: ich bin glücklich in Manchester City. Ich hoffe, dass ich hier bleibe
Fabinho wird wegen einer Verletzung nicht gegen West Ham spielen
Ronald kouman: Maradona war der beste seiner Zeit. Jetzt Sprach der beste Messi-Trainer des FC Barcelona, Ronald kouman, über den legendären argentinischen Fußballer Diego Maradona, der heute 60 Jahre alt wird