logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo
star Bookmark: Tag Tag Tag Tag Tag
Switzerland

Häberli weg? Häberli da! Das Trainer-Play-off im FC Luzern

Seit das Chaos im Verwaltungsrat öffentlich geworden ist, verliert der FCL nur noch. Zusammenhang gibt es selbstverständlich keinen. Oder doch? Am Samstag sagte der Trainer Thomas Häberli: «Wir haben Probleme, das wissen wir, das sind aber auch strukturelle Geschichten.»

Er trainiert unbeirrt den FC Luzern, während schon spekuliert wird, wer ihn alsbald ersetzt: Thomas Häberli.

Er trainiert unbeirrt den FC Luzern, während schon spekuliert wird, wer ihn alsbald ersetzt: Thomas Häberli. 

Peter Schneider / Keystone

Es begann vor gut einem Monat. Remo Meyer, der Sportchef des FC Luzern, sagte in einem Interview mit zentralplus.ch, die Luzerner hätten sich mehr erhofft «in der Entwicklung der Mannschaft». Auf die Frage, ob Thomas Häberli auch nach der Nationalmannschaftspause von Mitte November noch Trainer sei, sagte Meyer zuerst: «Hm.» Danach stand wie in einer Comic-Sprechblase: überlegt.

Das Comic-Talent hat sich der FCL erhalten. «Wer wird Nachfolger von Häberli beim FCL?», fragte zentralplus.ch am vergangenen Mittwoch. Häberli war nach wie vor der Trainer des FCL, in Erwartung des Spiels beim Leader YB aber offenbar so gut wie entlassen. Oder Meyer überlegte noch. Hm.

Auch am Mittwoch erschienen auf blick.ch Interviews mit dem FCL-Spieler Simon Grether und Häberli. Frage an Grether: «Wollt ihr ihn behalten, oder wäre euch Erleichterung lieber?» Mit «ihm» war wohl Häberli gemeint. Frage an ihn: «Wirst du in der Rückrunde auch noch FCL-Trainer sein?» Er, ohne zu überlegen: «Natürlich.»

Das 0:1 gegen YB am Samstag war die sechste FCL-Niederlage in Serie seit dem 26. Oktober. Am 24. Oktober war bekanntgeworden, dass sich der FCL-Verwaltungsrat heillos zerstritten hat. Seither beteuern Spieler und Trainer tapfer, dass sich das Chaos auf höchster Ebene nicht auf ihre Leistungen auswirke. Oder waren Häberlis Worte nach dem 0:1 gegen YB eine sachte Andeutung? Er sagte auf SRF: «Wir haben Probleme, das wissen wir, das sind aber auch strukturelle Geschichten.»

Kürzlich fand eine Sitzung zwecks Finanzierung bis Herbst 2021 statt. Am sogenannt runden Tisch: die Aktionäre Hans Schmid und Josef Bieri – und zwei Statthalter weiterer Aktionäre, die derlei Vertreter brauchen, weil sie nicht mehr miteinander reden.

Lässt sich in einer solchen Ambiance überhaupt vernünftig beurteilen, was Häberli gut macht und was weniger gut?

Favorit für Häberlis Erbe sei Bruno Berner, SC Kriens, hiess es. Berner ist 42-jährig und ohne Super-League-Erfahrung, aber Gerardo Seoane habe vorgemacht, wie sich eine Trainerkarriere lancieren lasse. Seoane führte 2018 den FCL ein halbes Jahr, danach ging er zu YB. Es gab Leute, die ihm in harscher Art vorwarfen, er ziehe zu rasch weiter.

Als wäre ein Angebot des Meisters nicht Grund genug, weiterzuziehen – aber sowieso: Wer versteht einen Trainer nicht, der diesen FCL möglichst schnell verlässt? Hm.

Wäre Häberli Erleichterung lieber?

Themes
ICO