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Greenpeace hängt Transparent an Berliner Reichstag

Der Deutsche Bundestag verabschiedet heute ein neues Kohlegesetz. Umweltschützer fordern schnelleres Handeln und reagieren mit einer Protestaktion.

Greenpeace-Aktivisten seilen sich mit einem Transparent vom Reichstagsgebäude ab, auf dem geschrieben steht: «Eine Zukunft ohne Kohlekraft».

Greenpeace-Aktivisten seilen sich mit einem Transparent vom Reichstagsgebäude ab, auf dem geschrieben steht: «Eine Zukunft ohne Kohlekraft».

Foto: Kay Nietfeld/Keystone

Der Bundestag hat in Deutschland am Freitag Milliardenhilfen für die Kohleregionen im Zuge des geplanten Kohleausstiegs beschlossen. Das Strukturstärkungsgesetz ist eines von zwei zentralen Gesetzen zum Kohleausstieg in Deutschland bis spätestens 2038.

Mit dem Geld soll der Strukturwandel in den Kohleregionen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg gelingen. Geplant sind zudem Hilfen für Beschäftigte.

Über das zweite zentrale Gesetz mit einem genauen Fahrplan zum Ende der Kohleverstromung wollte der Bundestag am Vormittag ebenfalls entscheiden. Zunächst lief eine namentliche Abstimmung über einen Änderungsantrag der Grünen.

Am Freitag entscheidet auch der Bundesrat (Länderkammer) über die Gesetze zum schrittweisen Kohleausstieg in Deutschland.

Aktivisten klettern auf das Dach

Greenpeace-Aktivisten sind aus Protest gegen das geplante Kohleausstiegsgesetz der deutsche Regierung auf das Dach des Reichstagsgebäudes in Berlin geklettert.

Unter dem Schriftzug «Dem deutschen Volke» im Giebel brachten sie am Freitag ein grosses Transparent mit der Aufschrift «Eine Zukunft ohne Kohlekraft» an. Etwa zehn Menschen seien an der Aktion beteiligt, sagte Greenpeace-Aktivistin Lisa Göldner.

Der Kohleausstieg kann, und er muss schneller gehen.

Greenpeace-Aktivistin Lisa Göldner

Die Umweltschützer halten einen Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland bis spätestens 2038 für zu spät. «Der Kohleausstieg kann, und er muss schneller gehen», sagte Göldner.

Klimaaktivisten demonstrierten am Freitagmorgen auch zwischen Reichstagsgebäude und Bundeskanzleramt. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift «Stopp Kohle!».

Kohle hat in Deutschland traditionell einen hohen Anteil an der Stromversorgung, denn Europas grösste Volkswirtschaft verfügt über grosse heimische Braunkohlevorkommen. Wegen steigender Emissionspreise ist der Kohleanteil aber schon deutlich gesunken. Im vergangenen Jahr stammten noch 18,8 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus heimischer Braunkohle und 9,4 Prozent aus importierter Steinkohle.

( SDA /aru )

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