Switzerland

Goldfieber erfasst die Schweiz: «Ein gefährlicher Cocktail, der Goldfantasien beflügelt»

Seit Wochen raubt die unsichere Wirtschaftslage rund um den Globus Anlegern den Schlaf und treibt sie so in den sicheren Goldhafen. Das Edelmetall, in der Krise von Anlegern gesucht, bricht derzeit alle Preisrekorde – ein Ende ist nicht in Sicht.

Jetzt bricht das Goldfieber auch in der Schweiz aus. In den letzten Wochen ist die Nachfrage nach dem Edelmetall deutlich angestiegen. Der Goldpreis für das Kilo ist vor wenigen Tagen auf über 60'000 Franken geklettert. Vor einem Jahr lag dieser noch bei rund 47'000 Franken.

Die Grossbanken bestätigen den Run aufs Gold auf Nachfrage von BLICK.

Raiffeisen-Sprecher Joël Grandchamp: «Mit der Krise ist die Nachfrage massiv gestiegen. Vor allem Goldbarren von 100 bis 500 Gramm stehen im Fokus.» Auch die Credit Suisse verkauft knapp ein Drittel mehr physische Edelmetalle als noch im Vorjahr.

Krisenhit Goldvreneli

Ebenso beliebt sind Goldmünzen, allen voran das Schweizer Pendant: Das Goldvreneli. Das stellt auch das Auktionshaus Rapp in Wil SG fest. Geschäftsführerin Marianne Rapp Ohmann (44): «In den letzten Wochen sind Kundenanfragen nach Münzen und Medaillen in die Höhe geschossen.» Für diese kriegt das Auktionshaus zwischen 20 und 40 Anfragen täglich. Das sind deutlich mehr als noch im Vorjahr.

Rapp Ohmann führt den Ansturm aufs Edelmetall auf die weltweit tiefen Zinsen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise, sowie die Instabilität der internationalen Finanzmärkte zurück. «Ein gefährlicher Cocktail, der die Goldfantasien beflügelt», so Rapp Ohmann.

Dass Anleger in letzter Zeit vermehrt den Weg in ihr Auktionshaus finden, hat auch psychologische Gründe. «Jede Münze ist ein Stück geprägte Geschichte», sagt Rapp Ohmann. Bei vielen Familien seien Goldvreneli seit Generationen im Umlauf und brächten so eine emotionale Bindung. Genau diese sei in Krisenzeiten enorm wichtig und vermittelten den Kunden Sicherheit.

Umsatz verzehnfacht

Zu den grössten Profiteuren in der Schweiz gehören die Edelmetallhändler von Pro Aurum. Geschäftsführer Martino Bolli (55) sagt: «Im März konnten wir unsere Transaktionen gegenüber dem Vorjahr mehr als verzehnfachen.» Auch die Umsätze sind seit Monaten ein Vielfaches über Vorjahresniveau.

Am beliebtesten sind bei ihm momentan Goldbarren. Diese haben gegenüber Vreneli einen entscheidenden Vorteil: «Da Goldvreneli nicht mehr produziert werden, ist ihr Preis volatiler.» So bezahle man momentan happige Aufpreise für die beliebten Sammelstücke. Aus diesem Grund seien Barren bei Investoren beliebter.

Doch selbst Experte Bolli neigt zur Vorsicht: «Momentan prognostiziert fast niemand ein baldiges Ende des Preisanstiegs. Genau diese Einstimmigkeit bedeutete in der Vergangenheit oft das Ende des Zyklus.»

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