Switzerland

Gibt es überhaupt genügend Virenjäger? Wie die Kantone mit dem Contact-Tracing hadern

So schnell kann es gehen: Vor zwei Wochen schien es so, als sei Corona besiegt. Der Bundesrat beendete die ausserordentliche Lage und das Leben schien wie gewohnt weiter zu gehen. Badis, Bars, Clubs: Alles ging wieder auf. Doch die Idylle hielt nicht lang: Mittlerweile verzeichnet die Schweiz über 100 Coronafälle pro Tag.

Um potenziellen Neuinfektionen Herr zu werden, forderte der Bund die Kantone bereits Anfang Mai dazu auf, Social-Tracing-Teams auf die Beine zu stellen. Diese sollten das Bewegungs- und Kontaktverhalten von positiv getesteten Personen gezielt zurückverfolgen.

Aber auch zwei Monate später scheint das noch nicht richtig zu funktionieren. Matthias Egger, Leiter der wissenschaftlichen Corona-Taskforce des Bundes, sagte am Mittwoch im Gespräch mit watson:

Wenig auskunftsfreudig

In den Kantonen Aargau und Zürich, die in den letzten Tagen die meisten Neuinfektionen zu beklagen hatten, gibt man sich bedeckt.

Im Aargau wurde die «Kompetenz- und Koordinationsstelle CONTI» geschaffen. Angestellte des Kantons, Mitarbeitende der Lungenliga und Zivildienstleistende kümmern sich um das Contact Tracing. Wie viele Personen genau Infektionsketten nachverfolgen, will man nicht verraten. Nur so viel:

Auch auf die Frage hin, ob das Contact-Tracing bei steigenden Fallzahlen durchgeführt werden kann, gibt es keine klare Antwort. «Bei einer Zunahme der zu prüfenden Personen werden wir zusätzliche Tracer einsetzen», sagt Michel Hassler, Mediensprecher des Departements Gesundheit und Soziales. Ob diese bereits vorhanden und ausgebildet sind, darüber schweigt Hassler.

Die aktuellen Ressourcen reichen dafür aus, dass laut Hassler rund zwei Drittel der Fälle zurückverfolgt werden können. In einer Sache preschten die Aargauer jedoch vor: Ab heute gilt im Kanton eine Ausweispflicht für Bar- und Clubbesuche.

In Zürich gibt es ebenfalls keine klare Antworten. Eine Anfrage von watson bleibt bis Publikationszeit unbeantwortet. Wie die SDA berichtet, kommt man im Zwingli-Kanton jedoch allmählich an seine Grenzen. Ab 50 Fällen pro Tag wird das Contact-Tracing im Kanton schwierig. Am Mittwoch wurden 48 Fälle gemeldet.

Die Gesundheitsdirektion sucht momentan nach einem externen Anbieter, etwa ein Call-Center, um die rasant steigenden Fälle adäquat nachverfolgen zu können. Die Zürcher Ärztegesellschaft habe ihre Hilfe angeboten, schreibt die NZZ. Ab Ende Sommer will der Kanton das Contact-Tracing auslagern.

Aktuell sind in Zürich 25 Personen für das Contact-Tracing im Einsatz. Darunter sind Mitarbeitende der Gesundheitsdirektion, der Baudirektion sowie Polizisten. An einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte Kantonsärztin Christiane Meier, dass die Virenjäger «gefordert» seien. Die Schichten seien mittlerweile bis 22 Uhr verlängert worden.

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