Switzerland

Gewalt gegen Schwule: Zürcher Clubs reagieren auf Homophobie

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Trotz der Unterstützung an der Urne sind Homosexuelle in Zürich verunsichert. Jetzt setzt die Partyszene in Zürich ein Zeichen.

Am Wochenende gingen in Zürich mehrere Schwulenpartys über die Bühne. Im Club Heaven, in dessen Nähe in der Nacht auf den Abstimmungssonntag vom 9. Februar drei Menschen bei einer Messerattacke verletzt wurden, war erstmals ein neu geschaffenes Awareness-Team im Einsatz, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Ein interner Sicherheitsverantwortlicher patrouillierte in den Strassen, um so möglicher homophober Gewalt vorzubeugen. Sein Job: aggressiv auftretende Männer per Funk dem Sicherheitspersonal melden. Marco Uhlig, der Besitzer des Heaven, ist zufrieden mit dem ersten Einsatz seines Awareness-Verantwortlichen. «Die Freitagnacht verlief ohne weitere Zwischenfälle», sagt er weiter zu der Zeitung.

Präsenz der Zürcher Stadtpolizei

Das sei auch der Präsenz der Stadtpolizei zu verdanken, die nach den Attacken vom letzten Wochenende angekündigt hatte, ein Augenmerk auf die Szenerie im Niederdorf zu richten.

«Die Stimmung in der Szene ist aufgebracht», sagt Uhlig. Er organisierte an diesem Wochenende auch eine grosse Schwulenparty im Club Hive. Er sagt: «Die Leute kamen so zahlreich wie selten.» Darin zeige sich für ihn ein neuer Zusammenhalt in der LGBTQI-Gemeinschaft.

Das sei auch als Reaktion auf die aufkommende Gewalt in jüngster Zeit zu verstehen. Laut der Organisation Pink Cross hat sich die Anzahl Meldungen zu homophoben Übergriffen seit Anfang Jahr deutlich erhöht. Sie hat daher auf Ende Februar eine Tagung einberufen.

(chk)