Switzerland

Gerichtsurteil: Klimaaktivist muss Credit Suisse 2250 Franken Reinigungskosten bezahlen

Der verurteilte 23-Jährige gibt vor dem Genfer Justizpalast den Medien Auskunft. Bild: KEYSTONE

Gerichtsurteil: Klimaaktivist muss Credit Suisse 2250 Franken Reinigungskosten bezahlen

Die Aktion eines Klimaaktivisten bei der Grossbank Credit Suisse (CS) vom Oktober 2018 wird von der Genfer Justiz nicht gutgeheissen. Das Genfer Polizeigericht hat einem Mitglied des Kollektivs Breakfree Schweiz am Donnerstag eine Geldstrafe aufgebrummt.

Die Gerichtspräsidentin Françoise Saillen Agad verurteilte den Aktivisten wegen Sachbeschädigung zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu 30 Franken. Ausserdem muss der 23-Jährige auch für die von der Bank geforderten Reinigungskosten in der Höhe von 2250 Franken aufkommen.

Im Gegensatz zur Waadtländer Justiz, die im Januar einen ähnlichen Fall zu beurteilen hatte, sah die Richterin den Tatbestand des «rechtfertigenden Notstandes» nicht als erfüllt an.

Der junge Aktivist war für die Aktion vom Oktober 2018 per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen verurteilt worden. Seine Anwältin Laïla Batou hatte einen Freispruch gefordert. (cbe/sda)

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