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Geldblog: Risiken Trendfolgestrategie : So erkennen Sie Trendwenden

Die Börsenweisheit «The trend ist your friend» kann man sich zunutze machen – mithilfe von Computerprogrammen.

Ohne Computer schnell verpasst: Eine Trendumkehr zu erkennen, ist extrem anspruchsvoll.

Ohne Computer schnell verpasst: Eine Trendumkehr zu erkennen, ist extrem anspruchsvoll.

Illustration: Christina Baeriswyl

Meine Bank empfiehlt mir, bei meiner Vermögensanlage auf die Trendfolgestrategie zu setzen. Was halten Sie von dieser Strategie? Leserfrage von G.P.

Die Strategie basiert auf dem Grundsatz «The trend is your friend». An der Börse dauert ein Markttrend meist länger und bricht in der Regel nicht gleich ab. Ohne klares Signal für eine Trendumkehr kann es gefährlich sein, gegen den Trend zu agieren. Wer in einer ausgeprägten Hausse auf sinkende Kurse setzt, bekommt irgendwann vielleicht schon Recht, braucht dafür aber sehr viel Durchhaltewille und verliert phasenweise einiges Geld – zumindest sitzt er auf hohen Buchverlusten. Oft macht man den Fehler, dass man Aktiengewinne zu früh ins Trockene bringt. Solange der Trend anhält, sollte man die Gewinne laufen lassen.

Solche Erkenntnisse macht sich die Trendfolgestrategie zunutze, da die Wahrscheinlichkeit, dass bestehende Trends weitergehen, statistisch grösser ist als dass eine sofortige Trendumkehr stattfindet. Meist ist es lohnenswert, auf einen Trend aufzuspringen – sei es an einem ganzen Markt oder bei einzelnen Aktien. Typisches Beispiel war die Aktie der Lonza, die schon lange Zeit eine positive Entwicklung zeigte. Wer bei diesem Papier den positiven Trend genutzt hat, ist gut gefahren, obwohl er vielleicht sogar teuer gekauft hatte.

Als Privatanleger ist es extrem anspruchsvoll, den Zeitpunkt für den rechtzeitigen Absprung vom bestehenden Trend zu schaffen.

Das Problem bei der Trendfolgestrategie ist, dass es nicht einfach ist, zu erkennen, wann es wirklich zu einem Trendbruch kommt. Als Privatanleger ist es extrem anspruchsvoll, den Zeitpunkt für den rechtzeitigen Absprung vom bestehenden Trend zu schaffen. Man riskiert am vermeintlich bestehenden Trend festzuhalten, während bereits eine Trendumkehr geschehen ist. Hier braucht es einiges Wissen und Erfahrung, damit man die Trendfolge-Indikatoren richtig interpretieren und mit diesen umgehen kann. Professionelle Trader nutzen dafür Computerprogramme.

Es kann durchaus funktionieren, dass man am Markt immer auf die Gewinner und jene Titel mit der stärksten Performance setzt, weil man davon überzeugt ist – ganz nach der Weisheit «The trend is your friend» – dass diese weiter eine gute Entwicklung aufweisen. Doch irgendwann ist meist auch die beste Aktie ausgereizt. Unter Umständen hat man dann teuer gekauft, kurz bevor der Trend kehrt. Die Vergangenheit sagt an der Börse wenig oder nichts über die Zukunft aus: Wenn sich die Fundamentaldaten für ein Unternehmen ändern, kann eine Aktie in der Vergangenheit noch so gut performt haben. Die neuen Rahmenbedingungen haben einen Kurseinbruch und einen Trendbruch zur Folge.

Ein aktuelles Beispiel dafür liefert der deutsche Softwarehersteller SAP. Hier hat sich gezeigt, dass man auch bei Börsenstars keine Garantie hat, dass diese immer schön nach oben gehen. Persönlich ziehe ich eine Strategie, die auf der Analyse von Fundamentaldaten und Kennzahlen wie Kurs-Gewinnverhältnis oder Substanzwert usw. basiert, einer Trendfolgestrategie vor.

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