Switzerland

Geldblog: Passive Strategien: Wie baue ich ein Depot mit ETFs auf?

Immer mehr Anbieter ermöglichen eine digitale Vermögensverwaltung auf Basis von kostengünstigen Exchange Traded Funds oder klassischen Fonds.

Praktisch alle grossen Institute bieten Wertschriftendepots mit ETFs an.

Praktisch alle grossen Institute bieten Wertschriftendepots mit ETFs an.

Illustration: Christina Baeriswyl

Ich bin auf der Suche nach einer Alternative zum VZ-Vermögenszentrum für den Aufbau eines Wertschriftendepots mit ETF. Ich bin bereits Kundin des VZ, möchte jedoch nicht mein ganzes Geld nur einem Institut anvertrauen – frau weiss ja nie. Können Sie mir zwei bis drei andere Institute angeben? Oder habe ich nichts gefunden, weil es keine Alternative gibt? Leserfrage von O.R.

Ein Wertschriftendepot mit Exchange Traded Funds können Sie bei den meisten Banken führen, so auch bei grossen Instituten wie Zürcher Kantonalbank, Credit Suisse oder UBS oder auch bei der Online-Tradingplattform Swissquote.

Bank Zweiplus

Wenn Sie eine Bank mit einer voll ausgebauten Vermögensverwaltung suchen, die auf ETFs basiert, käme beispielsweise die Lösung von Cash/Bank Zweiplus in Frage. Diese bietet ein Vermögensverwaltungskonzept mit Anlageuniversum und Anlagestruktur für ETF-Strategien. Konkret stehen drei Anlagemöglichkeiten zur Wahl. Die Gebühr beträgt 0,9 Prozent pro Jahr.

Descartes Finance

Interessant finde ich Descartes Finance. Dies ist ein inhabergeführter, unabhängiger digitaler Schweizer Vermögensverwalter. Für Kundinnen, die wie Sie auf passive Strategien setzen möchten, schlägt Descartes Finance die Lösung Strategic ETF CHF vor. Bei dieser Anlagestrategie wird Ihr Vermögen indexnah investiert und das Portfolio aus kostengünstigen passiven Investmentprodukten, beispielsweise an der Börse gehandelten Fonds (ETF), zusammengestellt. Die Descartes-Gebühren betragen 0,30 Prozent pro Jahr. Decartes ist selbst keine Bank: Die ETFs werden in einem Depot bei der UBS oder Vontobel gehalten. Die All-in-Depotgebühr bei der UBS beträgt 0,35 Prozent jährlich und bei Vontobel 0,50 Prozent jährlich. Die Strategie ist ab 25'000 Franken für Risikoprofile Einkommen, Ausgewogen und Wachstum erhältlich.

True Wealth

Prüfen würde ich in Ihrem Fall auch die rein digitale Vermögensverwaltung auf ETF-Basis wie sie die True Wealth offeriert, wobei True Wealth selbst ebenfalls keine Bankbewilligung hat, sondern mit Banken zusammenarbeitet, die von der Finanzmarktaufsicht Finma überwacht werden. In der Online-Vermögensverwaltung von True Wealth sind mit einer Pauschalgebühr von 0,5 Prozent pro Jahr praktisch sämtliche Kosten abgegolten wie Vermögensverwaltung, Depotgebühren und die Transaktionsgebühren. Separat ausgewiesen werden bei True Wealth aber die Fondsgebühren. Diese sind bei den genutzten ETFs aber tief.

Swissquote

Auch Swissquote bietet eine rein digitale Vermögensverwaltung auf ETF-Basis an. Hier betragen die jährlichen Kosten für eine Anlagesumme von 10’000 bis 200’000 Franken 0,75 Prozent plus eine Verwaltungsgebühr von 0,5 Prozent.

Die Alternativen zu ETFs

Prüfen würde ich auch Alternativen auf Fondsbasis, wie sie viele Banken anbieten. Die Migrosbank etwa ermöglicht mit ihrer Vermögensverwaltung Focus ebenfalls eine digitale Vermögensverwaltung bereits ab einem Anlagebetrag von 5000 Franken. Sie empfiehlt diese Lösung Kunden, die ihr Portfolio selbst über die Mobile Banking App konfigurieren wollen, dabei aber eine zielorientierte und mittel- bis langfristige Umsetzung der festgelegten Anlagestrategie durch die Migros Bank wünschen. Aufgrund der digitalen Konzeption ist man bei dieser Variante flexibel. Der vereinbarte Betrag wird innerhalb von maximal fünf Arbeitstagen nach der Überweisung investiert. Es bestehen keine Kündigungsfristen. Teil-Rückzüge und Auflösung des kompletten Mandats dauern maximal sieben Arbeitstage. Die jährliche Pauschalgebühr umfasst 0,80 Prozent. Darin enthalten sind die Management-Fee, Depotgebühr, Transaktionsgebühren, Treuhandkommission, Steuer- und Vermögensverzeichnis.

Football news:

Atalanta-Präsident über das Schiedsrichterspiel gegen Real Madrid: Es war ein Schock. In der 17. Minute sah Schiedsrichter Tobias Stieler Remo Fröller wegen eines Fouls an Ferlan Mehndi an der Strafraumgrenze die rote Karte. Der Schiedsrichter sah sich die Wiederholung des Moments nicht selbst an
Otamendi über Guardiola: Ein Monster. Es gibt nichts Besseres, als mit einem solchen Trainer zu arbeiten
Nach der Operation wegen einer Leistenverletzung
Barça-Präsidentschaftskandidat Fonte über Laporte: Der Eindruck, der König sei nackt, und niemand wagt es zu sagen
Manchester United behält Interesse an Kunda, will aber nicht 80 Millionen Euro Ablöse für den Verteidiger von Sevilla zahlen
In 2013-m Ex-Fußballer der russischen Nationalmannschaft investiert in die Bank mehr als 200 Millionen Rubel. Das Geld ist immer noch nicht zurück
Lucescu über Dynamo Kiew im Achtelfinale Europa League: Wenn es im Sommer gesagt wurde, würde niemand glauben