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Gebeutelte Superstars und Favoriten: Mysteriöser Verletzungs-Fluch in der NFL

Es wird wieder gepasst, getackled, in die Endzone gerannt: Seit zwei Wochen läuft die NFL-Saison. Die mit Abstand beliebteste US-Sportart ist zurück. Für Millionen US-Amerikaner dringend benötigte Normalität in Pandemie-Zeiten: Wenigstens am traditionellen NFL-Sonntag gibt es ein bisschen Ablenkung.

Doch an vielen Orten ist die Euphorie schon wieder verflogen: Am zweiten Spieltag schlägt die Verletzungs-Hexe zu. Und wie:

Saquon Barkley (23), Superstar der New York Giants, stürzt schon im ersten Viertel seltsam verdreht aufs Knie. Kreuzbandriss. Saison vorbei.

Christian McCaffrey (24), Ein-Mann-Show in Diensten von Carolina, verstaucht sich den Knöchel, fällt lange aus.

Drew Lock (23), Quarterback der Denver Broncos, verletzt sich schwer an der Schulter. Auch er: lange weg.

Courtland Sutton (24), Denvers bester Passfänger: Kreuzbandriss. Saison vorbei.

Joey Bosa (25), Defensiv-Star der San Francisco 49ers: Kreuzbandriss. Saison vorbei.

Sowieso: Die 49ers sind schwer gebeutelt. Quarterback Jimmy Garoppolo (28) macht sich den Knöchel kaputt. George Kittle (26), einer der besten Tight Ends der Liga: Out mit einer Knieverletzung. Raheem Mostert (28), Aufsteiger auf der Running-Back-Position: Auch bei ihm macht das Knie gröbere Probleme. Solomon Thomas (25), Defensiv-Kollege von Bosa: Knieverletzung.

Die Niners, im Februar noch für den Super Bowl qualifiziert, werden sich fragen: Reicht das noch für Spitzenleistungen? Mindestens Bosa fällt bis zum Saisonende aus. Für die übrigen Stars gibt es noch Hoffnung. Immerhin. Aber die Playoffs sind jetzt ernsthaft in Gefahr.

Woher kommt der Verletzungs-Fluch?

Die Frage, die die ganze Liga umtreibt: Was zum Teufel war da am Wochenende los?

Liegts an Corona und der damit verbundenen kürzeren und ungewöhnlichen Saisonvorbereitung? Schwierig zu sagen. Sonst wird um diese Jahreszeit darüber geklagt, dass die unnötigen Saisonvorbereitungsspiele in der Verletzungs-Hochrisikosportart Football unnötig seien und die Stars zu grossen Risiken aussetzen. Die sind diesen Sommer weggefallen. Und am ersten Spieltag hielten sich die Verletzungen in Grenzen.

Kaepernick weiter ohne Job

Ist es einfach Pech? Vielleicht. Scheinbar gibt es aber mindestens in New York ein Problem. Im MetLife-Stadion, wo die 49ers gegen die New York Jets spielen, soll der Rasen in miserablem Zustand gewesen sein. «NFL, flickt diesen Schrott-Rasen», twittert Niners-Verteidiger Arik Armstead (26). Wie es der Zufall will, muss San Francisco am Sonntag schon wieder nach New York, diesmal geht es gegen die Jets. Ob das gut gehen kann?

Sicher ist aber weiterhin eines: Colin Kaepernick (32) bekommt keinen Job. Obwohl mit Lock in Denver der Stamm-Quarterback ausfällt, bekommt die Ikone des Knie-Protests gegen Rassismus und Polizeigewalt keine Chance. Denver-Sportchef John Elway verpflichtete als Ersatz umgehend den in Jacksonville krachend gescheiterten Blake Bortles (28).

Kaepernick bekam nicht einmal eine Einladung zu einem Probetraining. Man habe sich nicht mit Kaepernick beschäftigt. «Wenn du einen Quarterback brauchst und du ernsthaft konkurrenzfähig sein willst», schimpft ESPN-Experte Max Kellerman. «Welche Ausrede hast du dann, einen Spieler, der schon im Super Bowl stand und der spielen will, nicht einmal wenigstens anzuschauen?» Befremdlich. Oder, um es mit Kellerman zu sagen: «Nonsens!»

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