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GASTKOMMENTAR - Tierwohl – produziert ein Markt systematisch Leid, braucht es strengere Regeln

Leidreduktion ist kein Luxusgut! Die Initiative gegen Massentierhaltung stärkt Betriebe, welche die Tierwürde bereits heute über rein wirtschaftliche Interessen stellen. Eine Replik.

Bei der Pouletmast gibt es drei unterschiedliche Haltungsnormen: Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme, Regelmässiger Auslauf im Freien und das Bio-Programm.

Bei der Pouletmast gibt es drei unterschiedliche Haltungsnormen: Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme, Regelmässiger Auslauf im Freien und das Bio-Programm.

Goran Basic / NZZ

Wie Martin Rufer, Direktor des Schweizer Bauernverbands, in seinem Gastkommentar vom 4. Mai festhält, obliegt es dem Staat, dort einzugreifen, wo die Produktion von Gütern negative Externalitäten verursacht. Nicht erwähnt wird allerdings das Ausmass dieser «negativen Effekte» im Kontext der Massentierhaltung: Nur 12 Prozent aller Tiere in der Landwirtschaft stehen jemals auf einer Weide. Die meisten von ihnen sehen den Himmel – wenn überhaupt – nur am Tag ihrer Schlachtung. Die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse nach Platz und Bewegung bleibt vielen Tieren verwehrt. So hat ein Schweizer Masthuhn nur etwa den Platz eines A4-Blattes zum Leben. In 35 Tagen wird es hochgemästet und dann geschlachtet.