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GASTKOMMENTAR - Die Chinesen bewegen sich am Rand des Nervenzusammenbruchs – doch die Führung in Peking sieht sich ausserstande, in Sachen Corona über ihren Schatten zu springen

In China nimmt die Wahrscheinlichkeit eines landesweiten Ausbruchs von Covid-19 zu. Der Lockdown der Metropole Schanghai hilft wenig. Xi Jinping müsste seine Null-Covid-Strategie auf den Prüfstand stellen. Doch die Zeichen für einen Kurswechsel stehen schlecht.

Wer hat hier noch den Durchblick`? – Lockdown in Schanghai.

Wer hat hier noch den Durchblick`? – Lockdown in Schanghai.

Aly Song / Reuters

Wer sich fragt, warum die chinesische Führung an der gesellschaftlich und wirtschaftlich zunehmend kostspieligen Null-Covid-Strategie festhält, der stösst zuerst auf einen ziemlich banalen Grund. Einem radikalen Kurswechsel hin zu einem «Leben mit dem Virus» steht nur schon im Weg, dass chinesische Impfstoffe schlicht zu wenig taugen. Beide chinesischen Totimpfstoffe bieten einen Maximalschutz, der kaum über 50 Prozent hinausgeht. Zudem schützen beide nur gegen frühere Mutationen. Ab Variante Beta, so der Schanghaier Virologe Zhang Wenhong, sei der Schutz «wenig erprobt», ganz zu schweigen von der Wirksamkeit gegen die Delta- Varianten. Hinsichtlich Omikron sind für Sinopharm und Sinovac gerade erst klinische Tests genehmigt worden, mit offenem Ergebnis.