Switzerland

Fünf der besten Jazzmusiker im Isebähnli – hinter Plexiglasscheiben

Es ist ein Jammer! Da stehen und sitzen fünf der besten Jazzmusiker hierzulande und bieten Musik auf höchstem Niveau, und der Laden ist leer. Fast leer zumindest, hinter Plexiglasscheiben mit übergehängten Gasen verstecken sich knapp zwei Dutzend Leute, um sich die wöchentliche Portion Jazz im Isebähnli abzuholen. Corona – Gott sei’s geklagt – hat uns im Griff und somit auch das Kulturleben samt Jazzkonzerten im Isebähnli in Baden. Dabei verdiente es das Quintett, das auf dem Programm des Vereins Jazz in Baden stand, dass sich die Zuschauer und Zuhörerinnen gegenseitig auf den Füssen stünden, weil es zu eng wird.

Denn der Zürcher Schlagzeuger Pius Baschnagel hat sich zu seinem fünfzigsten Geburtstag eine formidable Band geschenkt und mit ihr eine Tournee organisiert, dabei ein paar seiner ältesten Mitstreiter, Musiker, mit denen er schon unzählige Male in allen möglichen Kombinationen auf der Bühne stand und mit denen er sich blind versteht.

Weit weg vom Cliché

Für sie hat er ein paar Stücke geschrieben, Sprungbretter zum improvisatorischen Abheben, die es in sich haben. Vergangenes Jahr hatte Pius Baschnagel einige Zeit in Barcelona verbracht, eine Auszeit vom anstrengenden Alltag eines Musikers, der fast jeden Abend auftritt, was ihm die Musse bescherte, zu komponieren. Pius Baschnagel ist einer der meistbeschäftigten Schlagzeuger nicht nur hierzulande, das Fokussieren für einmal auf seine eigene Musik hat sich gelohnt. Es sind Stücke entstanden, die völlig unaufgeregt daherkommen, die aber mit reicher Harmonik und leichten Melodien glänzen, weit weg vom Cliché der rhythmisch hektischen Schlagzeuger-Kompositionen.

Dabei reflektiert er sein Quartier in Barcelona, schickt aber auch einen Gruss an seine verstorbenen Mentoren George Gruntz und George Robert, die ihm den Weg in die Musikerlaufbahn geebnet hatten. Baschnagel zur Seite stehen Musiker, die in der Schweizer Jazzlandschaft schon tiefe Spuren hinterlassen haben.

Mit unerhörter Leichtigkeit

Der Saxofonist Reto Suhner, der auch am Theremin spielte, diesem ersten elektronischen Musikinstrument, das eben seinen hundertsten Geburtstag feierte, besticht mit seinem fast durchschimmernden Sound auf dem Alto, den fliegenden Melodiebögen, der unerhörten Leichtigkeit seines Spiels. Ihm zur Seite René Mosele, der für einmal nicht als Posaunist brillierte, sondern mit der selten gehörten Basstrompete, auch er mit improvisatorischem Ideenfluss, der die Zuhörer sofort gefangen nahm.

Unterstützt wurden die beiden von einer Rhythmusgruppe comme il faut, mit Gregor Müller, dem grossen Rhapsoden auf dem Klavier, Patrick Sommer, der mit Kontra- und Elektrobass und der maghrebinischen Gimbri das Fundament legte, und natürlich Pius Baschnagel selbst, der das musikalische Geschehen jederzeit in der Hand hatte. Ein wunderbares Konzert also im Isebähnli, und hoffentlich nicht das letzte vor dem neuerlichen Herunterfahren des (Kultur-)Lebens!

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