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Switzerland

«Fühle mich füdliblutt»: Seven singt jetzt nur noch auf Deutsch

Seven, du hast gerade deine erste deutschsprachige Single «Seele» veröffentlicht. Wie kams?
Vor fünf Jahren habe ich bei «Sing meinen Song» zum ersten Mal auf Deutsch gesungen. Dort habe ich gemerkt, dass ich mich dabei wohlfühle. Als ich dann vor zwei Jahren an einem Konzert von Joy Denalane war und sie hammermässig auf Deutsch gesungen hatte, dachte ich mir: Ich möchte das auch mal probieren.

Und wie gings dann weiter?
Mit einem Team habe ich wochenlang über deutschen Texten gebrütet. Dort entstand dann der erste Song «Seele». Der Track beschreibt den Prozess des Songwritings auf Deutsch: Ich habe meine letzte Maske fallen lassen. Er zeigt, was es von mir abverlangte, bis ich mich traute, einen Song auf Deutsch zu veröffentlichen.

Wirst du nun nie mehr Englisch singen?
Doch, sicher. Mein neues Album «Brandneu» ist zwar komplett auf Deutsch, an den Konzerten spiele ich aber auch englische Tracks. Ich habe auch schon wieder einige Projekte auf Englisch in Aussicht. Ich schaue einfach, was kommt.

Was ist für dich anders, wenn du Deutsch statt Englisch singst?
Ich fühle mich richtig füdliblutt. Die Stimmung im Publikum ist anders, die Texte gehen viel direkter unter die Haut und schon nach wenigen Minuten singen viele mit. Ich habe «Seele» schon an einigen Konzerten gespielt, und ich war vor jedem der Auftritte so nervös, wie ich es in meiner ganzen Karriere noch nie gewesen bin.

Wie lief das Songwriting auf Deutsch?
Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Auf Deutsch Songs zu schreiben, ist aber auch viel schwieriger: Man rutscht schnell in den Schlager ab.

Du singst in «Seele» davon, von der Perfektion wegzukommen. Sprichst du aus eigener Erfahrung?
Ja. Ich will bei meinen Shows immer perfekt vorbereitet sein und mich ständig selber optimieren – das resultiert aus einem extremen Perfektionswahn. Und der kann sehr ermüdend sein. Auch in meinem Privatleben brauche ich stets einen Plan. Davon wegzukommen, ist für mich schwierig.

Das heisst?
Ich kann mich nicht von heute auf morgen verändern. Ich bin immer noch ein Optimierungsfanatiker, aber ich bin heute etwas entspannter. Vor vier Jahren hätte ich mich wohl noch nicht getraut, einen so persönlichen Song auf Deutsch zu veröffentlichen.

Bald bist du Gastgeber bei der ersten Schweizer Ausgabe von «Sing meinen Song». Im deutschen Format wirds da sehr persönlich – bei dir genauso?
Ja, die Sendung wird sehr emotional. Die Musiker, die ich eingeladen habe, sind alle sehr offen. Die Runde hat gepasst, alle Teilnehmer haben alles riskiert und musikalisch neue Dinge ausprobiert. Teilweise haben wir die Kameras komplett vergessen. Wir haben viel gelacht, es sind aber auch Tränen geflossen.

Wie siehst du deine Rolle als Gastgeber?
Ich bin für den Inhalt der ganzen Sendung verantwortlich, darunter auch für das Wohlergehen der Musiker. Das ging mir nahe, ich war sehr viel aufgeregter als bei meinem Auftritt als Gast 2016 im deutschen Format von «Sing meinen Song».

Sevens neue Single «Seele» ist am Freitag erschienen. Das Video dazu gibts unten. Am 28. Februar erscheint das Mini-Album «Brandneu» mit ausschliesslich deutschsprachigen Songs.


(Video: Youtube/Seven)

(mim)

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