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Switzerland

Frutigen BE : Schule ging an Klimademo – Regierung äussert sich

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Jugendliche der Oberstufe von Frutigen BE nahmen im Frühling an einer Klimademo in Thun teil. Darüber unterhält sich die Politik noch immer.

Oberstufenschüler aus dem bernischen Frutigen demonstrierten im letzten März in Thun gegen den Klimawandel. Mit Pappschildern und Parolen unterstützten die Jugendlichen dabei andere junge Klimaaktivisten. Begleitet wurden die Frutiger Demonstranten auch von ihren Lehrern, denn das politische Engagement war Teil des Unterrichts. Im Rahmen des Geschichte-Themas «Das politische System der Schweiz» sollten die Schüler erfahren, wie freie Meinungsäusserung hierzulande funktioniert.

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Alles andere als «frei» empfand jedoch der SVP-Grossrat Samuel Krähenbühl diesen politischen Ausflug ins Tal. «Es darf doch nicht sein, dass Jugendliche von der Schule derart zu politischen Zwecken instrumentalisiert werden», meinte der SVPler. Und so machte der Berner prompt ein Politikum daraus.

Regierungsrat will keine weltfremden Schulen

Beim Regierungsrat ging er schliesslich mit dem Vorstoss «Kein Demozwang an Volksschulen» gegen diesen und ähnliche Klassenausflüge vor. Er forderte die Berner Regierung auf, den Schulen zu untersagen, «Propaganda für bestimmte politische Themen, wie namentlich Aufrufe zur Teilnahme an Demos oder Abstimmungsmaterial in ihren Räumlichkeiten aufzuhängen oder deren Aushang zu tolerieren.»

Jetzt, im September, hat der Berner Regierungsrat auf Krähenbühls Motion geantwortet. «Die Volksschule darf sich vor politischen und gesellschaftlichen Diskussionen nicht verschliessen, sondern baut diese adäquat im Unterricht ein», heisst es in der Antwort. Denn die politische Bildung sowie Themen zu Umweltfragen gehörten zum Lehrauftrag der Schulen.

Keine Demo-Freizeit mehr für Frutiger Schüler

Doch der Regierungsrat unterstützt im Allgemeinen die vom Motionär aufgeführten Punkte. Und zwar, dass in der Volksschule die politische Neutralität weiterhin stets gewahrt wird. Dies ist aus Sicht des Regierungsrates so bereits gewährleistet. Denn in Frutigen sowie an anderen Schulen des Kantons «wurde niemand zur Teilnahme am Streik gezwungen». Dies sagte damals auch der Schulleiter aus Frutigen: Wer nicht an der Klimademo habe teilnehmen wollen, hätte den Unterricht in einer Parallelklasse besuchen dürfen. Das habe man den Schülern so im Vorfeld mitgeteilt.

Zudem hat sich die Gemeinde Frutigen in der Zwischenzeit selber um die Situation vor Ort gekümmert: Die örtliche Behörde wies die Schule an, die Teilnahme an Demonstrationen während des Unterrichts künftig nicht mehr zu erlauben.

(miw)

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