Switzerland

Freudige Nachricht für Aargauer Partygänger – der Nachtzuschlag wird wohl abgeschafft

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln spät nachts aus dem Ausgang in den Aargau zurückkehrt, zahlt heute neben dem Zug- oder Busbillett einen speziellen Zuschlag von 5 Franken. «Mit einem einzigen Nachtzuschlag sind Sie unterwegs in der A-Welle, im ZVV, Ostwind, Tarifverbund Zug, Tarifverbund Schwyz, Z-Pass sowie im Nachtzug Zürich-Luzern», heisst es auf der Website des Verkehrsverbundes A-Welle. Das gilt aber nur noch knapp zwei Jahre lang, denn auf Ende 2022 wird im Zürcher Verkehrsverbund ZVV der Nachtzuschlag abgeschafft.

Der Kantonsrat hat am Montag beschlossen, dass der Fünfliber für Fahrten auf dem Nachtnetz wegfallen soll. In der heutigen 24-Stunden-Gesellschaft sei der Zuschlag nicht mehr zeitgemäss, lautete der Tenor im Zürcher Parlament.

A-Welle bei Diskussionen über Abschaffung dabei

Martin Osuna, der Geschäftsführer des Aargauer Verkehrsverbundes A-Welle, war schon vor dem politischen Entscheid des Zürcher Kantonsrats in die Diskussion zur Abschaffung des Nachtzuschlags im ZVV involviert. «Auch für die A-Welle laufen derzeit Abklärungen, ob der Zuschlag abgeschafft werden soll», sagt Osuna auf Anfrage der AZ.

Darüber entscheiden werde der A-Welle-Rat, das strategische Führungsgremium des Verkehrsverbundes, an seiner nächsten Sitzung am 25. März. Fest steht es noch nicht, aber die Tendenz geht auch im Aargau zur Abschaffung des Nachtzuschlags. «Wenn wir den bisherigen Zuschlag von 5 Franken für das Gebiet der A-Welle beibehalten, würde unser Verbund zwischen Basel, wo es seit 2012 keinen Zuschlag mehr gibt, und Zürich, wo er auf Ende 2022 abgeschafft wird, etwas schief in der Landschaft stehen», sagt Geschäftsführer Martin Osuna.

Dabei könnten ziemlich absurde Situationen entstehen: Wer von Baden nach Zürich in den Ausgang geht und mit dem Nachtnetz-Zug zurückkehrt, müsste für die Strecke von Spreitenbach nach Baden einen Zuschlag zahlen, für die Fahrt von Zürich nach Dietikon hingegen nicht. Deutlich wahrscheinlicher ist deshalb die zweite Variante: Die A-Welle schliesst sich dem Zürcher Verkehrsverbund an und schafft den Nachtzuschlag ab. «Wenn sich alle Partner einig sind, wäre dies auch vor 2022 möglich», erklärt Osuna.

500'000 Franken Ausfall für Aargauer Unternehmen

Die Abschaffung des Nachtzuschlags hätte finanzielle Folgen: «Bei einem Wegfall würden den Transportunternehmen im Aargau rund 500'000 Franken pro Jahr fehlen», rechnet Osuna vor. In den Verträgen der Bahn- und Busbetriebe mit dem Kanton Aargau, der die einzelnen Linien bestellt und mitfinanziert, sind die Einnahmen aus dem Nachtzuschlag eingerechnet.

«Bei einer Abschaffung auf Ende 2022 könnten die Unternehmen dies in den neuen Offerten berücksichtigen, bei einer früheren Abschaffung des Zuschlags wäre zu diskutieren, ob der Kanton den Ausfall übernimmt», erklärt Osuna. Ein Spezialfall ist der Kanton Solothurn, der zum Teil auch zum Gebiet der A-Welle gehört. Dort werden die Angebote der Nachtlinien nicht vom Kanton, sondern von einzelnen Gemeinden bestellt.

Der Nachtzuschlag ist ein Auslaufmodell

Nach dem Entscheid des Zürcher Kantonsrats soll der Nachtzuschlag auch im Verkehrsverbund Ostwind fallen. «Wenn der ZVV die Streichung umsetzt, wollen wir nachziehen», sagt Werner Thurnheer, Geschäftsführer des Ostschweizer Verbunds, gegenüber dem St. Galler Tagblatt. Schon im Jahr 2014 hatte die Juso mit einer Petition die Abschaffung des Nachtzuschlags gefordert, der Vorstoss blieb allerdings erfolglos. Auch in der Innerschweiz gibt es Forderungen, den Nachtzuschlag abzuschaffen. Der VCS Luzern und die Jungen Grünen verlangen, dass die sogenannten Nachtstern-Tarife fallen.

Schon im Dezember 2011 wurde der Zuschlag im Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) abgeschafft, dem auch Teile des Fricktals angehören. Vor zwei Jahren scheiterte der Versuch des Kantons Basel-Land, den Zuschlag wieder einzuführen, um die Kantonsfinanzen zu verbessern. Der Tarifverbund TNW lehnte dies ab, weil die möglichen Einnahmen von 600'000 Franken in keinem Verhältnis zum Aufwand für Kontrollen und Durchsetzung stünden.

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