Switzerland

Freisinnige wünschen sich neue Velotunnel in den Norden Zürichs

Die Idee klingt verrückt, doch die Stadtregierung will sie prüfen: Neue unterirdische Verbindungen zwischen Wipkingen und Oerlikon sowie Höngg und Affoltern.

Ein Velotunnel existiert in Zürich bereits, allerdings ein kurzer: Der 250 Meter lange Ulmbergtunnel zwischen Wiedikon und der Enge. Foto: Sabina Bobst

Ein Velotunnel existiert in Zürich bereits, allerdings ein kurzer: Der 250 Meter lange Ulmbergtunnel zwischen Wiedikon und der Enge. Foto: Sabina Bobst

Die Stimmbevölkerung hat am Wochenende den Rosengartentunnel klar und deutlich verworfen, doch der Stadtrat beschäftigt sich bereits mit einer neuen Ideen für Tunnel in Zürich. Sie will sich zweier unterirdischer Verkehrsverbindungen annehmen, die noch länger sein würden als der verworfene Tunnel am Rosengarten. Diese neuen Tunnel würden allerdings nicht für den motorisierten Verkehr gebaut, sondern alleine für Velos.

Die Idee dazu hatten die beiden FDP-Gemeinderäte Severin Pflüger und Marcel Müller. In einem Postulat schlagen sie vor, zwischen Wipkingen und Oerlikon sowie zwischen Höngg und Affoltern zwei Löcher für Zweiräder zu graben. Die Tunnel sollen die heutigen Strecken mit anstrengenden Steigungen und unattraktiven Kreuzungen ersetzen. Der Stadtrat kündigt jetzt an, dass er diese Idee prüfen will. Dies geht aus der Antwort auf eine schriftliche Anfrage von Simone Brander (SP) hervor. Sie wiederum stellte der Stadtregierung die Frage, ob sie die Idee einer unterirdischen Veloverbindung zwischen Wipkingen und Oerlikon schon einmal vertieft geprüft habe.

Die beiden Vorstösse haben die FDP-Politiker und die SP-Politikerin nicht miteinander abgesprochen, obwohl sie diese fast zeitgleich formuliert und eingereicht hatten. In der Antwort auf Branders Fragen schreibt der Stadtrat nun: «Ein Velotunnel könnte zwei Quartiere mit einer direkten, hindernisfreien, steigungsarmen und damit schnell befahrbaren Veloverbindung verknüpfen.» Er äussert aber auch Bedenken zur Sicherheit, zum Kosten-Nutzen-Verhältnis und zur stadträumlichen Integration. Er ist zudem der Meinung, dass der Fuss- und Veloverkehr wenn immer möglich oberirdisch sein müsse.

Lettentunnel ist aufgefüllt

Der Stadtrat soll zudem prüfen, ob der Lettentunnel wieder geöffnet und für Velos nutzbar gemacht werden könnte, schreiben Pflüger und Müller in ihrem Vorstoss. Das allerdings dürfte schwierig sein. Dieser Tunnel war knapp 2100 Meter lang, verlief zwischen den Bahnhöfen Letten und Stadelhofen und wurde bis 1989 von den SBB benutzt. Zwischen Oktober 2002 und dem Frühjahr 2004 wurde der Tunnel allerdings aufgefüllt, da er stellenweise einzustürzen drohte.

Velofahrer können in Zürich bereits heute einen Tunnel befahren, den sie nur mit Fussgängern teilen müssen. Es ist der Ulmbergtunnel zwischen Wiedikon und der Enge. Diese Quartierverbindung ist etwa 250 Meter lang und damit massiv kürzer als die von der FDP vorgeschlagenen Tunnel. Diese würden mehr als zwei Kilometer lang.

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