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Switzerland

Finma macht den Weg für die Kapitalerhöhung bei Schmolz + Bickenbach frei

Der Weg für die geplante Kapitalerhöhung und Sanierung des finanziell angeschlagenen Stahlherstellers Schmolz + Bickenbach (S+B) ist frei. Die Finanzmarktaufsicht Finma hat einen Entscheid der Vorbehörde gekippt.

Schmolz + Bickenbach, wozu auch Swiss Steel gehört, kann die Kapitalerhöhung zügig angehen.

Schmolz + Bickenbach, wozu auch Swiss Steel gehört, kann die Kapitalerhöhung zügig angehen. 

Arnd Wiegmann, Reutersd

(awp/sda)

Die Finanzmarktbehörde Finma hat Martin Haefner, den Grossaktionär von Schmolz + Bickenbach, von der Pflicht entbunden, den übrigen Aktionären ein Aktien-Kaufangebot zu machen, sobald er mehr als einen Drittel der Firmenaktien besitzt. Damit wurde eine zuvor ablehnende Entscheidung der Übernahmekommission UEK von vor zwei Wochen revidiert. In einem Sanierungsfall ist es möglich, eine solche Ausnahme zu erhalten. Die Voraussetzungen dafür seien erfüllt, begründete die Finma am Montag ihren Entscheid.

Die Ausnahme von einer Angebotspflicht war eine der Bedingungen von Haefner mit seiner Bigpoint Holding, um das Unternehmen mit einer Geldspritze per Kapitalerhöhung zu stützen. Er will seine Beteiligung von derzeit 17,5% auf 37,5% ausweiten, ohne jedoch ein Gebot an die übrigen Aktionäre unterbreiten zu müssen.

Am vergangenen Montag hatten sich Haefner und die Liwet Holding mit Viktor Vekselberg als wichtigstem Anteilseigner auf einen Kompromiss geeinigt. Der Anteil von Liwet soll mit der Kapitalerhöhung von 26,9% auf 25% sinken.

Zeitlich befristet

Allerdings macht die Finma eine Auflage: Martin Haefner und seine Bigpoint Holding müssten den Aktionären ein Pflichtangebot unterbreiten, wenn ihre Beteiligung Ende 2024 immer noch über dem Drittel-Grenzwert liege, so die Mitteilung. Damit solle sichergestellt werden, dass die Rechte der Minderheitsaktionäre nach Wegfall des Sanierungsbedarfs angemessen berücksichtigt würden.

Diese Auflage sei von Martin Haefner akzeptiert worden, hiess es in einer separaten Mitteilung von S+B. Das Unternehmen zeigte sich erfreut über dem Finma-Entscheid. Nun könnten sich die grossen Aktionäre wie geplant an der Rekapitalisierung des Unternehmens beteiligen.

Die Kapitalerhöhung soll ein Volumen von mindestens 325 Millionen Franken erreichen. Der Ausgabepreis der neuen Aktien liegt in einer Spanne von 20, 25 und 30 Rappen.

Der Verwaltungsrat wird den Zeitplan für die Kapitalerhöhung laut den Angaben noch am (heutigen) Montag verabschieden und diesen «zeitnah» veröffentlichen.

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