Switzerland

Finanzapéro & Podiumsgespräch in Gipf-Oberfrick

Die zahlreich erschienenen Teilnehmer wurden durch die wohl gelungene Mixtur dieses Apéro nicht enttäuscht. Stefan Meier stellte als Referenten Martin Spieler, Chefredaktor der Handelszeitung vor. Spieler ist  Finanzexperte. Er ist  regelmässiger Interviewpartner und Gast in zahlreichen Radio- und TV Sendungen.

In seinem Rückblick stellte Martin Spieler fest: Was unvorstellbar war ist eingetroffen. Die Finanzwelt, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr. Notenbanken und Regierungen haben das Schlimmste verhindert. Doch sind längst nicht alle Risiken vom Tisch. Viele Faktoren, die die Krise ausgelöst haben, sind noch unverändert wirksam. Das Geld ist nach wie vor zu billig. Die Systemrisiken sind noch nicht beseitigt. Die Staatsschulden sind weltweit in den letzten 4 Jahren um 40% gestiegen. Wer bezahlt am Ende diese Schulden?  

Der Referent rief dazu auf, die Krise als Chance zu sehen. Die Schweiz gehöre weltweit zu den wettbewerbsfähigsten Ländern. Wir haben einen effizienten Arbeitsmarkt und eine hohe Innovationskraft. Zu unserem guten Umfeld gehören auch eine gute Geschäftskultur und eine hohe Rechtssicherheit.

Für das Jahr 2020 sieht Spieler bessere Unternehmungsgewinne. Die Zinsen würden langsam steigen. Er mahnt seine Zuhörer, bei  Investitionen am Aktienmarkt vorsichtig zu bleiben. Er ruft zum Mut für den Aufbruch auf. Unser Land habe durch die Krise keinen Schaden genommen.

Mit Michael Sokoll konnte ein versierter Gesprächsleiter gewonnen werden. Im Gespräch trafen Martin Spieler und Beat Morach, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisenbank Siggenthal –Würenlingen, aufeinander. Gleich eingangs der Gesprächsrunde stellte Morach fest: Raiffeisen ist absolut konkurrenzfähig. Das Knowhow ist gleich hoch wie bei den Grossbanken. Das Personal ist gut ausgebildet. Durch die Verbindung mit der Bank Vontobel ist der Zugang zum Wertschriftenmarkt gesichert.  

Martin Spieler meinte, es wäre positiv, wenn alle Banken nahe bei ihren Kunden stehen würden. Es fehle bei den „Grossen“ oft an der Kultur. Wenn man keine schwarzen Zahlen schreibe, seien Lohnexzesse fehl am Platz.  Zur Anlagestrategie meinte Morach, dass es keine fixen Ratschläge gäbe. Das Anlageziel solle im Gespräch zwischen der Bank und dem Kunden festgelegt werden. Er riet zu diversifizierten und zeitlich gestaffelten Anlagen sowie der neuen Bitcoin Software.  Martin Spieler riet zur Vorsicht. Es sei ihr Geld, sie müssten für allfällige Verluste aufkommen.

Das Experiment Podiumsgespräch hat sich für den Veranstalter gelohnt. Der grosse Applaus am Schluss des Gespräches sprach für diese originelle Idee und für die Gesprächsteilnehmer. Am Schluss der Veranstaltung rief die VR Präsidenten Ursula Gauch-Künzi zu einer Spende für die leidgeprüften Opfer in Haiti auf. Der gespendete Betrag wird von der Bank verdoppelt. Ursula Gauch lud nun zum Apéro riche ein.

Football news:

Es besteht eine Reale Chance, dass 50 bis 60 Vereine in Konkurs gehen. Der Besitzer von Huddersfield über die Auswirkungen der Pandemie
Valverde über das Spiel gegen Manchester City: wir Wollen so spielen, dass wir weiterkommen. Real ist bereit, alles dafür zu tun
Die große Auswahl von Roma: Cafu öffnet sich im Strafraum und wartet auf den Pass, aber stattdessen erzielen Totti und Batistuta Meisterwerke
Zabitzer hatte sich im April an einem Coronavirus erkrankt
In den 90er Jahren spielte der russische Klub in der finnischen Meisterschaft: die Spieler trugen Zigaretten, der Präsident ging auf das Feld. Es endete mit einem Ausfall
Flick über Holand: Er macht seine erste Saison, so früh ist er mit Lewandowski zu vergleichen
Felix hat sich im Training ein Bänderriss im Knie zugezogen. Es ist seine 3.Verletzung pro Saison bei Atlético