Switzerland

Festgenommen in Chur : Räuber sitzt nach Überfall in Bar und trinkt Bier

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In Chur wurde die Kantonalbank Graubünden beim Postplatz überfallen. Der Täter konnte nach kurzer Flucht gefasst werden.

In einer Bank in Chur ist es am Donnerstagmorgen zu einem Raubüberfall gekommen, teilt die Kapo Graubünden mit. Um 9.06 Uhr sei der Überfallalarm eingegangen. Darauf hin sei die Kantonspolizei Graubünden und die Stadpolizei Chur ausgerückt.

«Sicher ist bisher, dass eine Person die Schalterhalle betreten hat, dort zwei Schüsse abgegeben und die Räumlichkeiten mit Bargeld wieder verlassen hat», so ein Polizeisprecher zu der «Südostschweiz». Der Mann konnte mehrere zehntausend Franken erbeuten. Er konnte jedoch nach kurzer Flucht in der Reichsgasse festgenommen werden.

Die Polizei überraschte den Mann als er in einem Lokal ein Bier trank. Die Pächterin des Restaurants sagt, dass sich der Gast ganz ruhig verhalten habe. Er habe ein Bier bestellt und wollte etwas essen. Nur wenige Minuten nach der Bestellung stürmten die Beamten die Bar.

Spezialeinheit pirscht sich an

Ein Leser-Reporter beobachtete zuvor, wie sich in ebendieser Reichsgasse eine Spezialeinheit in Richtung Kantonalbank aufmachte. «Gehört habe ich nichts. Die Polizisten haben sich quasi angeschlichen», sagt der 29-Jährige zu 20 Minuten.

Die Personen, die sich zum Zeit des Überfalles in der Schalterhalle aufgehalten haben, wurden nicht verletzt. Die beiden Schüsse seien nicht gegen Personen gerichtet gewesen, heisst es seitens Polizei. Ein Care-Team kümmere sich nun um diese Personen.

Ambulanz vor Kantonalbank

«Viele Polizeiautos, auch zivile und diverse Polizisten stehen rund um die Kantonalbank», sagt eine Person, die in der Nähe der Kantonalbank arbeitet zu 20 Minuten. «Alle Eingänge sind abgesperrt. Man sieht Polizisten mit Maschinenpistolen.» Auch eine Ambulanz stehe bereit.

Eine andere Person die ganz in der Nähe arbeitet erzählt, sie hätte «fast ein Herzchriesi» bekommen, als sie den Polizeieinsatz bemerkte. Sie wollte schon die Storen von ihrem Geschäft herunterlassen, um sich sicher zu fühlen. «Wenn da jemand mit einer Waffe herumläuft, da kann wer weiss was passieren.» Doch schliesslich hätte man sie beruhigen können und ihr gesagt, dass keine Gefahr bestehe.

(jeb/20 Minuten)