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Federer hat eine neue Geheimwaffe und sagt: «Ich brenne auf meine Rückkehr»

Das Smartphone ist nicht die neuste Geheimwaffe: Roger Federer mit Rafa Nadal. Bild: EPA

Federer hat eine neue Geheimwaffe und sagt: «Ich brenne auf meine Rückkehr»

Mit neuer Motivation und neuem Racket möchte Roger Federer im nächsten Jahr noch einmal angreifen. Es sei eine Evolution, keine Revolution. Trotzdem zeigt Federer vor dem Racketwechsel Respekt.

Simon Häring / CH Media

Über seinen Gesundheitszustand ist nach seinen beiden Operationen am Knie im Februar und im Juli nach wie vor wenig bekannt. Roger Federers Ziel bleibt es aber, im Januar bei den Australian Open wieder anzutreten. Nun meldete er sich aus seinem Refugium in den Bündner Bergen.

Grund dafür ist sein neues Racket, der Pro Staff RF97 Autograph. Es ist keine Revolution wie 2013, als der Baselbieter zu einem grösseren Schlägerkopf wechselte, von 581 cm2 auf 632 cm2. Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Sowohl in Hamburg als auch in Stuttgart verlor er in der Startrunde, zuvor war Federer in Wimbledon als Titelverteidiger überraschend schon in der zweiten Runde am Ukrainer Sergei Stachowski gescheitert.

Freudig zeigt Federer seinen neuen Schläger. bild: roger federer

Es war der Sommer, in dem ihm der Rücken Probleme bereitete, und in dem er sich auch von seinem Trainer Paul Annacone trennte, der den Racketwechsel angeregt hatte. Den Versuch mit dem neuen Racket brach Federer nach Gstaad ab und wechselte erst im Hinblick auf die neue Saison.

Als neuen Trainer ernannte er sein Jugendidol Stefan Edberg. Es sollte sich als kluger Schachzug entpuppen. Federer gewann 2014 fünf Titel, erreichte den Wimbledon-Final (Niederlage gegen Novak Djokovic), hatte bis zum letzten Turnier die Chance, das Jahr als Nummer 1 der Welt zu beenden und gewann zum Abschluss erstmals den Davis Cup.

«Meine Frau dreht durch»

Den Wechsel zum neuen Modell, dem Pro Staff RF97, bezeichnet er als eine Evolution, keine Revolution. Gleichwohl zeigt der 39-Jährige Respekt vor der Umstellung. «Ich nehme das sehr ernst. Ich muss dem Racket vertrauen können. Neben den Schuhen ist es im Tennis das Wichtigste», sagt er. «Es war ein hartes Jahr für mich, mit den Knien und der Gesundheit. Ich brenne in auf meine Rückkehr und kann es kaum erwarten.»

Gespielt habe er mit dem neuen Arbeitsgerät aber noch nicht, sagt Federer im Podcast «Tennis Talk», wo er auch verriet, dass er eine grosse Sammlung alter Rackets habe, die er irgendwann für gute Zwecke versteigern wolle.

Weniger Freude an der Sammlung hat Federers Frau Mirka. Federer sagt: «Sie dreht durch und fragt: ‹Wo sollen wir mit den ganzen Rackets hin?›»

Roger Federer bestritt sein letztes Spiel am 30. Januar in den Halbfinals der Australian Open in Melbourne, wo er Novak Djokovic unterlag. Danach unterzog er sich einem Eingriff am rechten Knie und kündigte an, erst im Sommer zurückzukehren. Mitte Juli liess er sich erneut operieren und erklärte seine Saison für beendet.

Wegen der Corona-Pandemie ruhte der Spielbetrieb im Tennis von Mitte März bis Anfang August. Zudem wurde das Ranking-System angepasst, das nur das jeweils bessere Resultat bei einem Turnier der letzten beiden Jahre berücksichtigt. Federer wird deshalb immer noch im vierten Rang der Weltrangliste geführt.

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