Switzerland

Familienhund reisst vier Schafe

Die ursprünglich aus Japan stammende Hunderasse Akita ist für ihren ausgeprägten Jagdtrieb bekannt. Trotzdem liess ein 26-jähriger Maler einen solchen Vierbeiner in die Nähe von Schafen.

Der Akita ist eine Hunderasse aus Japan.

Der Akita ist eine Hunderasse aus Japan.

Imago

Nicht nur Wölfe reissen Schafe, manchmal machen das auch Familienhunde. Ein 26-jähriger Maler steht deshalb vor dem Bezirksgericht Winterthur. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tierquälerei und Übertretung des kantonalen Hundegesetzes, weil er einen jungen Vierbeiner der Rasse Akita nicht genügend beaufsichtigt habe. Dabei war es nicht einmal sein eigener Hund, der vier Schafe biss. Sondern derjenige seiner Mutter, den er über die Weihnachtstage 2019 hütete. Gemäss Anklage mussten die vier Schafe notgeschlachtet werden.

Der Staatsanwalt hat eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen à 30 Franken und eine Busse von 100 Franken beantragt. Weil der Maler in der Probezeit einer völlig anders gearteten Vorstrafe delinquierte, soll die Geldstrafe vollzogen werden. Der Beschuldigte will einen Freispruch und ist sich keiner Schuld bewusst. Die Anklage sei falsch, wiederholt er mehrfach. Dort steht, dass der Hund eine beschädigte Umfriedung des Gartens überwunden habe und auf eine Weide gelangt sei. Die Weide gehöre aber zum Garten, und das Gesamtareal sei eingezäunt.

Fremde Schafe auf eigenem Areal

Seine Familie bewohnt ein Haus mit sehr grossem Umschwung. Nach Angaben des Beschuldigten, der sich vor Gericht ohne Anwalt selber verteidigt, lässt die Familie darauf immer wieder fremde Schafe weiden, «damit wir das Gras nicht mähen müssen». Seit zwanzig Jahren rennten dort eigene Hunde herum, zusammen mit Hühnern, Schweinen und Pferden. Das ganze Areal sei eingezäunt. «Ich weiss nicht, was das Problem ist.»

Er sei sich nicht bewusst gewesen, dass der Hund die Schafe angreifen könnte. «Hätte ich es gewusst, hätte ich ihn sicher nicht hinausgelassen», sagt der Beschuldigte. Wenn er mit dem Hund das Areal verlasse, leine er ihn immer an. Wäre es eine fremde Weide gewesen, würde er die Anklage verstehen. So verstehe er sie aber nicht. Sonst müsste ja auch jeder Katzenbesitzer, dessen Katze überfahren werde, bestraft werden. Er habe sofort nach den Bissen die Tierrettung alarmiert. Nun werde er bestraft, weil er ehrlich gewesen sei.

Der Schafbesitzer habe gar keine Anzeige erstattet. Die Leute von der Tierrettung hätten gesagt, man könne die vier Schafe wieder aufpäppeln, wenn der Schafbesitzer das wolle. Dieser habe aber gesagt, für ihn gebe es nur lebendige und tote Schafe. Er fahre sie zur Metzgerei. Einen Monat später wären sie sowieso geschlachtet worden. Es waren braunköpfige Fleischschafe, die zum Verzehr gezüchtet worden waren. Der Wert pro Tier: 350 Franken.

Fahrlässig gehandelt

Der Einzelrichter verurteilt den Beschuldigten gemäss der Anklage. Er spricht aber eine mildere Strafe von 40 Tagessätzen à 30 Franken und 100 Franken Busse. Die Geldstrafe wird, anders als im Antrag verlangt, bedingt ausgesprochen.

Dem Gericht sei klar, dass der Beschuldigte nicht gewollt habe, was passiert sei. Er habe aber fahrlässig gehandelt. Er habe nicht dafür gesorgt, dass der Hund nicht in Kontakt mit den Schafen geraten könne, begründet der Einzelrichter. Tierquälerei sei ein Offizialdelikt, weil Tiere manchmal auch vor den eigenen Besitzern geschützt werden müssten. Es spiele keine Rolle, ob der Schafbesitzer Anzeige erstattet habe, dass die Schafe sowieso bald zum Metzger gemusst hätten und der Vorfall auf einem Privatgrundstück passiert sei.

Ein Hofhund müsse zum Hofhund erzogen sein und wissen, dass er ein Hofhund sei und Tiere auf dem Hof nicht angreifen dürfe. Wenn man die Rasse Akita google, erfahre man sofort, dass diese einen ausgeprägten Jagdtrieb habe. Das benötige eine besonders enge Führung und Betreuung. Das Verschulden des Beschuldigten sei aber nur leicht. Nach dem Vorfall habe er sich vorbildlich verhalten.

Die Konsequenzen für den Hund sind im Prozess kein Thema. Der Beschuldigte gibt den Journalisten keine Auskunft dazu.

Urteil GG200058 vom 15. 1. 2021, noch nicht rechtskräftig.

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