Switzerland

Faktencheck zur SRF-«Arena»: Hätte das Verhüllungsverbot einen Bumerang-Effekt?

Laut den Gegnern der Initiative würde ein Verbot betroffene Frauen radikalisieren. Die Befürworter warnen ihrerseits vor einem «Vormarsch des politischen Islam». Wir haben 6 Aussagen zur Abstimmung überprüft.

Illustriert, worum es bei der Gesichtsverschleierung geht: Bundesrätin Karin Keller-Sutter argumentiert in der «Arena» gegen das Verhüllungsverbot.

Illustriert, worum es bei der Gesichtsverschleierung geht: Bundesrätin Karin Keller-Sutter argumentiert in der «Arena» gegen das Verhüllungsverbot.

Screenshot SRF

Die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot» verlangt, dass in der Schweiz niemand sein Gesicht verdecken darf. Diese Vorschrift würde an allen öffentlich zugänglichen Orten gelten, also auf der Strasse, in Amtsstellen oder in Fussballstadien. Ausnahmen wären nur wenige möglich, etwa aus Gründen der Gesundheit und des einheimischen Brauchtums wie der Fasnacht, nicht aber für Touristinnen.

Es gehöre zur Schweizer Kultur, sein Gesicht zu zeigen, sagen die Befürworter. Mit der Initiative könnten Extremisten und Vandalen gestoppt werden. Zudem symbolisiere die Verhüllung die Unterdrückung der Frau, weshalb es ein generelles Verbot in der Verfassung brauche.

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