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Explosion im Hafen von Beirut: «Viele von uns durchleben sie jede Nacht erneut»

Explosion im Hafen von Beirut«Viele von uns durchleben sie jede Nacht erneut»

Beirut am 4. August 2020, die Bilanz: Es starben zwischen 190 und 210 Menschen, 6500 wurden verletzt und 300’000 verloren ihr Zuhause.

Was genau passiert ist, bleibt ein Geheimnis. Das Ermittlungsverfahren geht nur langsam voran, weil viele Politiker und Beamte die Kooperation mit den Justizbehörden verweigern. Eins ist klar: Laut Weltbank steckt Libanon in einer der weltweit schlimmsten Wirtschaftskrisen seit 1850. Die Massenproteste im Oktober 2019, die die Korruption der politischen Eliten ins Visier nahmen, schufen Hoffnung auf politische und soziale Veränderung. Dann kamen die Explosion, die Hyperinflation und die politische Dauerkrise. Diese Zeitung hat mit sechs Libanesinnen und Libanesen gesprochen: Wie erlebten sie die Explosion? Was hat sich seitdem verändert?

Rudi Nacouzi

Rudi Nacouzi (49) ist Inhaber des Café Sole Insight in Mar Mikhael. Das Viertel, berüchtigt für sein entspanntes Leben am Tag und für seine Bars und Klubs am Abend, liegt direkt am Hafen und wurde von der Explosion verwüstet.

«Wir dachten, Israel bombardiert un»: Rudi Nacouzi, ganz links im Bild.

Luma Makari

Luma Makari (20) gründete die NGO Elgorithm. Derzeit entwickelt sie ein Programm, das Kinder zum Thema psychische Gesundheit informieren und ihnen eine Therapie und Beratung anbieten soll.

«Wir haben den Bürgerkrieg nicht erlebt: Die Explosion ist unser erstes massives kollektives Trauma.»

Luma Makari (20)
 «Wir haben den Bürgerkrieg nicht erlebt: Die Explosion ist unser erstes massives kollektives Trauma»: Luma Makari (20).

Jihad Moussa

«Meine Eltern sind der einzige Grund, warum ich noch bleibe»: Jihad Moussa

Amira Mrad

«Mein Büro wurde verwüstet, niemals hätte ich das überlebt»: Der Hafen, ein Tag nach der Explosion.

Margot Khoury

«Libanon ist wie ein Zug ohne Fahrer. Niemand weiss, wohin es mit uns geht.»

Joe Reda

Joe Reda

Am Ort der Explosion steht nun eine Statue aus Trümmern des Künstlers Nadim Karam.

Football news:

Messi hat eine Knochenprellung. Eine neue Untersuchung wird es in 48 Stunden geben, das Spiel gegen Metz am 22.Spieltag hat PSG über die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung von Stürmer Lionel Messi informiert. Am Sonntag ersetzte Trainer Mauricio Pochettino den 34-jährigen Argentinier in der 76.Minute beim 2:1 gegen Lyon wegen einer Verletzung am linken Knie. Heute wurde Lionel MRT unterzogen, woraufhin eine Knochenprellung bestätigt wurde. Die Kontrolluntersuchung wird in 48 Stunden durchgeführt. Daher wird Messi wohl am 22.September nicht gegen Metz spielen
Kuman über Barça: Muss man Tiki spielen, wenn im Mittelfeld kein Platz frei ist und wir Spieler haben, die eins zu eins oder auf Geschwindigkeit spielen können? Trainer Ronald Koumanla vom FC Barcelona
Ancelotti über Ramos und Messi: La Liga hat tolle Spieler verloren, aber es gibt andere. Unser Vinicius, zum Beispiel Real-Trainer Carlo Ancelotti, lobte das Potenzial von Flügelspieler Vinicius Junior
Ronaldo machte einen schwierigen Schritt: Er kehrte in die beste Liga der Welt zurück und erzielte bereits 4 Tore. Matteus über Cristiano
Carlo Ancelotti: Ich habe meine Flitterwochen bei Real Madrid und hoffe, dass ich für viele Jahre hier bleibe
Laporte will Pirlo als Nachfolger von Couman in Barcelona sehen. Nur 5-6 Kandidaten, unter ihnen Conte, Cocu und Javi (Gerard Romero)
Pochettino ersetzte Messi wegen einer Knieverletzung. Leo humpelte am Morgen und trainierte nicht