Switzerland

Explodierende Arbeitslosenzahlen: Wirtschaftsverbände fordern Lockerungen

Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis? [email protected] Story

Bundesrat Alain Berset hält einen baldigen Ausstieg aus dem Stillstand für unrealistisch. Derweil fordern Wirtschaftsvertreter Strategien für eine schrittweise Öffnung.

Am Mittwoch will sich der Bundesrat ein erstes Mal über die Möglichkeiten eines Exit unterhalten. Aber Gesundheitsminister Alain Berset sieht den Zeitpunkt für einen Exit-Entscheid noch nicht gekommen. «Im Moment scheint es illusorisch, dass wir auf den 20. April viel ändern können», sagte Beset in einem Interview mit der «Sonntagszeitung».

«Erst wenn die Zahlen der Infizierten und der Spitaleintritte eindeutig sinken, können wir an Lockerungen denken.» Die Erfahrung zeige, wer zu früh nachlasse, verlängere die Krise. Der Gesundheitsminister will gar noch härtere Massnahmen bis zu einer Ausgangssperre über Ostern nicht ausschliessen, wenn die Disziplin der Bevölkerung nachlasse.

Explodierende Arbeitslosenzahlen

Hinter den Kulissen wird derweil fieberhaft darum gerungen, wie die Wirtschaft schrittweise geöffnet werden kann. Die Präsidenten des Arbeitgeberverbands, des Industrieverbands Swissmem und des Gewerkschaftsbundes fordern den Bundesrat unisono dazu auf, Szenarien zu präsentieren.

Grund sind die explodierenden Arbeitslosenzahlen. «Der Bundesrat muss jetzt eine Strategie entwickeln, bei der auch die wirtschaftlichen und die gesellschaftlichen Risiken eine Rolle spielen», sagte Pierre-Yves Maillard, Präsident des Gewerkschaftsbundes.

Gössi will Schulbetrieb wieder aufnehmen

FDP-Präsidentin Petra Gössi fordert, dass alle Geschäfte wieder öffnen sollen, die die Sicherheitsmassnahmen des Bundesamts für Gesundheit einhalten können: den Abstand von zwei Metern für alle Personen im Laden und sämtliche Hygienevorschriften.

«Wenn wir das nicht machen, setzen wir das Verständnis für die Massnahmen des Bundesrats unnötig aufs Spiel», erklärte Gössi in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Ausserdem sorgt sich die Freisinnige um die Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen. «Ich fordere, dass die Volksschulen insbesondere auf der Unter- und Mittelstufe nach den Frühlingsferien ihren Betrieb wieder aufnehmen.»

(scl/sda)

Die neusten Leser-Kommentare

Football news:

PSG bot für Icardi 55 Millionen Euro Plus Boni. Inter will 60 Millionen ohne Boni
Agent Van Bergen: Zenith hat mich nicht kontaktiert
Pilsen-Fans tummelten sich im Autokino: Sie sahen sich das Gastspiel an, feierten den Neustart und den Sieg
Spieler und Trainer des Klubs aus Kalifornien rufen jeden Tag die Fans an: gratulieren, beraten und plaudern einfach. Sehr gefühlvoll!
Lampard wird mit Kante über die Rückkehr des Spielers ins Training diskutieren, aber der Klub wird den Franzosen nicht unter Druck setzen
Arsenal und Tottenham wollen willian kostenlos Unterschreiben. Die Klubs haben kein Geld für Transfers
In APL wurde das Coronavirus bei 4 Personen aus drei vereinen identifiziert. 1 008 Tests wurden durchgeführt