Switzerland

Ex-SRF-Moderatorin Nicole Pavlin (50) ist mit Mann und Kind nach Sansibar ausgewandert: Im Paradies ist sie die Chefin

Weisser Sand, blaues Meer, ein Haus am Strand: Diese Idylle ist für Nicole Pavlin (50) Alltag. Auf der zu Tansania gehörenden Inselgruppe Sansibar führt sie mit ihrem Mann Rachid (50) ein Hotel, Tochter Lila ist bald sieben. Die Kleinfamilie ist Teil der neuen Staffel von «Hin und weg» (jeweils freitags auf SRF 1).

Dass Nicole als Gastgeberin in Sansibar gelandet ist, zeugt von ihrer konsequenten Haltung. «Ich brauche alle zehn Jahre eine fundamentale Veränderung», beschreibt die Bernerin ihr Credo. Gleichzeitig hat sie sich einen Traum verwirklicht. «Als ich meiner Mutter mit 13 offenbarte, dass ich in einem Hotel arbeiten möchte, war sie nicht sehr erfreut: ‹Zuerst lernst du etwas Rechtes.› Das war eine Ausbildung am Lehrerseminar Muristalden in Bern. Später arbeitete sie 15 Jahre im Journalismus, als Moderatorin, Produzentin und Regisseurin, bei TV3 und bis 2007 bei SRF.

«Hin und weg» in Essaouira

Dann brauchte sie dringend eine Auszeit. In Italien lernte sie den Unternehmer und Bierbrauer Teo Musso (56) kennen. «Er wollte im Ausland expandieren, und so gestaltete ich für ihn im marokkanischen Essaouira einen Riad zum Hotel um.» Unter den Eröffnungsgästen war ein gewisser Rachid. «Wir kannten uns bereits vom Sehen, Essaouira ist klein. Ich fand ihn sehr attraktiv, aber er war stets auf der Strasse unterwegs. Und ich dachte: Der sieht zwar gut aus, aber er macht den ganzen Tag nichts – also Finger weg.» Bei der Eröffnung erzählte Rachid ihr, er sei als Polizeiinspektor beruflich hier. Und plötzlich sah die Sache anders aus.

Ohne Uhr und Schuhe

Schnell war auch der gemeinsame Kompromiss klar: Rachid wollte unbedingt ein Kind, Nicole ein Leben am Meer mit tropischem Klima. Der Umzug nach Sansibar wurde dank ihrer Italien-Connection möglich. «Auf der Suche nach Gewürzen für ein neues Bier kam Teo auf die Insel und erwarb ein Haus am Strand. Er rief mich an und sagte: Ich hätte da was ...»

Nach zehn Jahren Marokko wieder ein radikaler Schnitt, für Rachid ziemlich heftig. «Zuerst mussten wir seine Frühpensionierung abwarten, die nach 22 Dienstjahren möglich war. Dazu kam, dass eine Frau seine Chefin war, erst noch die eigene. Das nagte etwas an seinem Selbstbewusstsein. Noch belastender wurde es, weil er lange keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt.» In «Hin und weg» sieht man, wie Rachid das sehnlichst erwartete Papier in einem Amtsbüro endlich bekommt. «Die Präsenz der Fernsehens war dabei wohl nicht unerheblich», meint Nicole. Grundsätzlich hadert sie aber nicht: «Es war immer meine Fantasie, ohne Uhr und ohne Schuhe rumzulaufen. Das kann ich hier. Die Schweizer haben die Uhren, die Afrikaner die Zeit.»

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