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Ex-NBA-Star stolz auf Outing: Dwyane Wades 12-jähriger Sohn ist jetzt seine Tochter

Der ehemalige NBA-Star Dwyane Wade überrascht bei seinem Auftritt in der «Ellen DeGeneres Show» mit einem Geständnis. «Ich und meine Frau Gabrielle Union, wir sind stolze Eltern eines Kindes der LGBTQ-Gemeinschaft», offenbart der 38-Jährige die Transsexualität seines Sohnes. Zion, der aus Wades erster Ehe mit Siohvaughn Funches stammt, sei eines Tages nach Hause gekommen und habe gesagt: «Hey, ich möchte mit euch sprechen. Von jetzt an bin ich bereit, mein wahres Ich zu leben. Ich möchte als ‹sie› betitelt werden und würde es lieben, wenn ihr mich ab sofort Zaya nennen würdet.»

Wade geht offen damit um und meint: «Wenn unser Kind mit einer Frage oder einem Zweifel nach Hause kommt, ist es unser Job als Eltern zuzuhören und ihm den besten Rat zu geben, den wir haben. Wir nehmen unsere Rolle sehr ernst und das ändert sich auch nicht, nur weil es um die sexuelle Orientierung geht.»

«Man muss sich treu sein und ignorieren, was stereotyp ist»

Er und seine Frau versuchen nun, so viel wie möglich herauszufinden, um Zaya die Möglichkeit zu geben, ihr bestes Ich zu sein. Gabrielle Union veröffentlicht auf Instagram ein Video mit den Worten: «Lernen Sie Zaya kennen. Sie ist mitfühlend, liebevoll, schlau und wir sind so stolz auf sie. Es ist in Ordnung, Ihren Kindern genauso zuzuhören, sie zu lieben und sie zu respektieren, wie sie sind.» Sie unterstütze Zaya ebenfalls voll und ganz, auch wenn sie nicht ihre leibliche Mutter sei.

Im geposteten Video ist zu sehen, wie selbstbewusst die 12-Jährige mit ihrer Entscheidung umgeht. Sie unterhält sich auf einem Golfwagen mit ihrem Vater und meint: «Was ist der Sinn des Lebens, wenn man versucht jemand zu sein, der man gar nicht ist? Dann lebt man nicht als sich selbst. Für mich ist das das dümmste Konzept. Man muss sich treu bleiben und ignorieren, was stereotyp ist.» Weise Worte eines Kindes, das den Mut hat, so zu leben, wie es sich fühlt. «Du musst dich einfach durchsetzen, ich meine, es lohnt sich. Ich habe das Gefühl, dass es sich sehr lohnt, wenn du an den Punkt kommst, an dem du dich selbst magst.» (bir)