Switzerland

Europa League: YB verliert in Rom 1:3 – und steht vor einem Entscheidungsspiel ohne wichtige Stützen

Trotz der Niederlage gegen die AS Roma haben die Young Boys weiterhin die Chance, die Gruppenphase zu überstehen. Im entscheidenden Match gegen CFR Cluj von nächster Woche werden mit Lustenberger und Camara aber zwei zentrale Defensivspieler fehlen.

Riccardo Calafiori (rechts) bejubelt sein Traumtor zum 2:1 für die AS Roma.

Alberto Lingria / Reuters

Am Ende blieb einfach das Eingeständnis, dass die Young Boys der AS Roma klar unterlegen gewesen waren. Die Berner Fussballer verloren 1:3 – und wie niedergeschlagen und enttäuscht sie vom Feld gingen, drohte fast vergessen zu gehen, welch grosse Chance sich ihnen nächste Woche bietet. Den Young Boys steht am nächsten Donnerstag ein Entscheidungsspiel in der Europa League bevor. Im heimischen Wankdorf empfangen sie den rumänischen Klub CFR Cluj, der zwei Punkte weniger aufweist. Mit einem Unentschieden würden sich die Berner den Einzug in die Sechzehntelfinals sichern, erstmals seit sechs Jahren.

Überraschende Führung

Im Rom waren die Young Boys überraschend in Führung gegangen, nach einer guten halben Stunde, durch Jean-Pierre Nsame, der wieder Tor um Tor schiesst, in Rom traf er im vierten Spiel hintereinander. Die Römer hatten sich verblüffend leicht überlisten lassen, mit einem langen Ball des YB-Verteidigers Jordan Lefort auf Nsame, der Bryan Cristante gar einfach auszuspielen vermochte.

Das Gegentor war für die Römer wie eine Beleidigung, als drohten die Demütigungen kein Ende zu nehmen, nachdem sie am Sonntag in der Meisterschaft gegen Napoli 0:4 unterlegen waren. Aber die Roma rückte die Verhältnisse rasch zurecht, noch vor der Pause glich sie durch Borja Mayoral aus, was sehr wohl dem Spielverlauf entsprach. Die Gastgeber dominierten die Partie und schossen öfter aufs Tor, obwohl sie wichtige (Offensiv-)Spieler schonten. Wie bereits im ersten Gruppenspiel in Bern sassen Edin Dzeko und Henrich Mchitarjan wie eine Bedrohung auf der Ersatzbank. Schon damals hatte YB nach einem Tor Nsames 1:0 geführt, nach knapp einer Stunde waren Dzeko und Mchitarjan ins Spiel gekommen – und bald hiess es 2:1 für die Roma.

Auch diesmal liess es der Serie-A-Klub nicht beim Ausgleich bewenden. Nach einer Stunde fiel das 2:1, durch Riccardo Calafiori, einen Teenager aus dem eigenen Nachwuchs, der in der ersten Mannschaft erst zum dritten Mal von Anfang an spielte. Calafiori traf mit einem fulminanten Schuss, nach einem schlechten Befreiungsversuch von Michel Aebischer. An Aebischers Seite im zentralen Mittelfeld spielte Fabian Rieder, was augenscheinlich machte, wie sehr auch YB eigene Junioren zu fördern versucht. Aebischer, 23 Jahre alt, und Rieder, 18, entstammen beide der Nachwuchsabteilung der Berner.

Lustenbergers Absenz, Camaras Tätlichkeit

Demgegenüber stand die Abwesenheit des Spielers mit der grössten Erfahrung, Fabian Lustenberger. Die Young Boys lernen wieder einmal ohne ihren Captain zu leben, ohne ihren Anführer, den der Trainer Gerardo Seoane vor einem Jahr als unersetzlich bezeichnet hatte. Diese Unersetzlichkeit spiegelte sich auch in den Resultaten. In der vergangenen Saison war Lustenberger in Meisterschaft und Europa League sieben Mal ausgefallen, von diesen Spielen hatte YB nur drei gewonnen. Vor einer Woche verletzte er sich wieder, am Sonntag gegen Lausanne verschmerzte YB die Absenz und siegte 3:0 – gegen die Roma indes hätte Lustenbergers Routine und Abgeklärtheit in der Defensive bestimmt nicht geschadet.

Auch dem 3:1 durch Dzeko ging ein missglückter Abwehrversuch eines jungen Berners, Cédric Zesiger, voraus. Und kurz darauf sah Mohamed Ali Camara, nach Lustenberger der wichtigste YB-Defensivspieler, wegen einer Unbeherrschtheit gegen Mchitarjan die rote Karte.

Es gilt nichts grundsätzlich zu hinterfragen, wenn ein Schweizer Klub gegen einen italienischen Grossklub verliert – das ist die gute Nachricht. Aber nicht nur der gesperrte Camara wird nächste Woche im entscheidenden Heimspiel gegen Cluj fehlen, sondern auch weiterhin Lustenberger – das sind die schlechteren Nachrichten.

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